Jean-François Rime, Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbands, stellt sich hinter Verbandsdirektor Hans-Ulrich Bigler. Dessen ruppiger Politstil sei für den Verband kein Problem.  «Wir sind mit Biglers Arbeit sehr zufrieden», sagt der Freiburger SVP-Nationalrat im Gespräch mit der «Handelszeitung». Zuletzt hatten Mitgliederverbände verlangt, dass sich Bigler im Ton mässige, und eine Aussprache verlangt. Laut Rime müssen die Wirtschaftsverbände aber klare Positionen vertreten und das sagen, was sich Unternehmer nicht getrauten. 

Lange Zeit sei der Gewerbeverband zu stark konsensorientiert gewesen. Einen Graben zwischen Grosskonzernen und KMU kann Rime nicht erkennen. «Uns stört aber, wenn der Gewerbeverband als Wirtschaftsverband zweiter Klasse behandelt wird», so der Unternehmer. Im Streit mit Avenir Suisse wird der Gewerbeverband mit der Spitze der Denkfabrik eine Aussprache führen. Rime beklagt überdies das Fehlen eines bürgerlich-liberalen Blocks im Parlament. Bis 2007 habe es eine bürgerliche Mehrheit, bestehend aus SVP und FDP gegeben. «Seither gibt es diese Mehrheit nicht mehr.» Die Folge seien viele Zufallsmehrheiten.

Lesen Sie mehr zum Thema in der neuen Ausgabe der Handelszeitung, ab Donnerstag, an Ihrem Kiosk.