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Konflikt
Verdacht gegen Ex-Trump-Berater und Milliardär Icahn

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Carl Icahn: Ist Mitte August als Berater zurückgetreten. CNBC/Kontributor/Getty Images

Der frühere Berater von Präsident Trump, Carl Icahn, steht im Zentrum von Ermittlungen. Es wird befürchtet, dass Icahns Empfehlung in puncto Treibstoff seiner eigenen Firma von Nutzen war.

Die US-Justiz ermittelt gegen den milliardenschweren Investor und ehemaligen Berater von US-Präsident Donald Trump, Carl Icahn. Es geht um Icahns Empfehlungen zu Vorgaben zur Zusammensetzung von Treibstoffen.

Diese hatte er während seiner Zeit als Präsidentenberater abgegeben, wie am Mittwoch (Ortszeit) aus einer Mitteilung seines Unternehmens Icahn Enterprises an die US-Börsenaufsicht SEC hervorging.

Demokraten befürchteten Interessenskonflikte

Trump hatte seinen langjährigen Unterstützer Icahn zum Sonderberater für die Deregulierung gemacht. Mitte August gab Icahn überraschend seinen Rücktritt bekannt. Er begründete dies damals damit, dass der US-Senat mit Neomi Rao inzwischen eine offizielle Regulierungsbeauftragte eingesetzt habe.

Icahns Berufung war von einigen US-Demokraten heftig kritisiert worden, weil sie die Gefahr eines Interessenkonflikts des Investors bei seiner Beratertätigkeit sahen. Für Unmut sorgte insbesondere Icahns Empfehlung vom Februar, die Vorgaben für den Anteil des Bio-Kraftstoffs Ethanol in Treibstoffen zu lockern. Kritiker warfen Icahn vor, dieser Vorschlag nutze insbesondere seinem Raffinerie-Konzern CVR Energy.

Icahns Firma will kooperieren

Der Bundesstaatsanwalt von Manhattan, Joon Kim, verlangte nach Angaben der SEC nun von Icahn Enterprises Informationen über die Treibstoff-Regulierung und Icahns Einfluss darauf als Trumps Berater.

Icahn Enterprises sagte der Justiz die Zusammenarbeit zu und hob hervor, dass der Staatsanwalt keine Beschwerde oder Anklage gegen Icahn eingereicht habe. «Wir glauben nicht, dass diese Untersuchung eine materielle Auswirkung auf unsere Aktivitäten, unsere finanzielle Lage, unsere Geschäftsergebnisse oder unseren Finanzfluss haben wird», hiess es in der Unternehmenserklärung weiter.

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(sda/jfr/mbü)

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