Im Skandal um mutmassliche Manipulationen an den Devisenmärkten verdichten sich laut einem Pressebericht die Beweise. Mehrere Banken hätten Chat-Protokolle ihrer Händler durchforstet, die sich über mehrere Jahre erstreckten, berichtet das «Wall Street Journal» unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Aus den Protokollen gehe hervor, dass sich Händler verschiedener Banken verbündet und über Aufträge ihrer Kunden ausgetauscht hätten. An den Erkenntnissen hätten sie ihre Geschäfte auf eigene Rechnung ausgerichtet – oft zum Nachteil der Kunden.

Der Zeitung zufolge sollen Grossbanken wie die UBS, die britische Barclays sowie die US-Institute JPMorgan und Citigroup im Zusammenhang mit der Untersuchung mindestens ein Dutzend Händler gefeuert haben. Die Schweizer Grossbank wollte diesen Sachverhalt gegenüber handelszeitung.ch nicht bestätigen.

Die Ermittlungsbehörden hatten ihre Untersuchungen bereits im November ausgeweitet. Im Visier der US-Bundespolizei ist laut Branchenkreisen auch die Deutsche Bank.

Der Devisenhandel ist mit einem täglichen Umsatzvolumen von zuletzt 5,3 Billionen US-Dollar der grösste Finanzmarkt überhaupt, zugleich aber wenig reguliert. Die UBS gehört mit einem Marktanteil von zehn Prozent zu den weltweit grössten Akteuren.

(awp/moh/vst)