Der Schweizerische Versicherungsverband (SVV) lehnt die 1:12-Initiative der Jungsozialisten ab. Er sieht bei einer Annahme der Vorlage am 24. November das Erfolgsmodell der Schweiz gefährdet.

Die Initiative setze das Modell aufs Spiel, warnte der SVV in seiner Mitteilung. Es sei nicht Aufgabe des Staates, eine Lohnobergrenze festzusetzen. Ein solches «Lohndiktat» würde zum Ende der Sozialpartnerschaft führen, heisst es.

Verband warnt vor Steuerausfällen

Gutverdienende zahlten hohe Steuern und leisteten einen grossen Beitrag zur Finanzierung der Sozialversicherungen, argumentierte der Verband. Er rechnet mit rund einer Milliarde Franken weniger Steuereinnahmen und einem Rückgang der Sozialversicherungsbeiträge von einer halben Milliarde, sollte die Initiative angenommen werden.

Der Verband sieht zudem den Wirtschaftsstandort Schweiz gefährdet, weil Unternehmen keine marktgerechte Löhne mehr anbieten könnten. Der Staat müsste überdies einen enormen Aufwand betreiben, um die Obergrenze zu kontrollieren, was hohe Kosten zur Folge hätte. Der SVV plädiert für eine liberale Wirtschaftsordnung und Eigenverantwortung. Das Lohnniveau in seiner Branche sei deutlich höher als im Schweizer Durchschnitt.

Anzeige

(sda/muv/moh)