Das Grossprojekt für die beiden Spitzenklubs soll auf dem Areal der Familiengärten an der Vulkanstrasse in Zürich-West entstehen.Weil das Projekt in Zürich-Altstetten gegen die Kulturlandinitiative verstossen könnte, wurde es vorläufig gestoppt.

Solange Rechtsunsicherheit besteht, werden die nächsten Planungsschritte nicht eingeleitet, sagte Peter Zahner, CEO der ZSC Lions auf Anfrage und bestätigte eine Meldung des «Tages-Anzeiger». Sicherheit gebe es spätestens 2014. Das würde eine Verzögerung um ein bis zwei Jahre bedeuten.

Bislang wurden eine Machbarkeitsstudie und ein Architekturwettbewerb durchgeführt. Das Siegerprojekt werde nun zunächst nicht weiterbearbeitet und der Gestaltungsplan werde zurückgestellt, sagte Zahner gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Auf dem Areal «Unter Isleren» in Gehdistanz vom Bahnhof Zürich-Altstetten soll eine Eishockey-Arena für 12'000 Zuschauerinnen und Zuschauer und unter einem gemeinsamen Dach eine Volleyball-Arena mit 3000 Plätzen gebaut werden. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 193 Millionen Franken.

Das Gelände liegt in der Freihaltezone. Zurzeit sind dort noch Familiengärten, die ins Dunkelhölzli umgesiedelt werden sollen.

Baudirektion verfügte Einzonunsstopp

Als Reaktion auf die Annahme der Kulturlandinitiative hat die kantonale Baudirektion einen Einzonungsstopp verfügt, der solange gilt, bis eine rechtskräftige Umsetzungsvorlage erarbeitet ist.

Die Stimmberechtigten hatten am 17. Juni 2012 die Kulturlandinitiative der Grünen mit 54,5 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Ziel der Initiative ist, dass nur noch Böden überbaut werden dürfen, die für die landwirtschaftliche Nutzung nicht geeignet sind.

Die Initiative war in Form einer allgemeinen Anregung eingereicht worden. Gemäss Gesetz über die politischen Rechte muss der Regierungsrat innerhalb eines Jahres eine Umsetzungsvorlage ausarbeiten.

(tke/aho/sda)