Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat in Syrien eine Serie von Selbstmordanschlägen durchgeführt und nach Angaben von Aktivisten fast 40 Menschen getötet. Der IS bekannte sich über sein Sprachrohr Amaq zum Angriff.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHB) teilte mit, mindestens fünf IS-Selbstmordattentäter hätten sich ausserhalb und innerhalb eines Lagers für irakische und syrische Flüchtlinge in der Provinz Hasakeh an der Grenze zum Irak in die Luft gesprengt.

Gezielte Attacken

Laut SOHB wurden 38 Menschen getötet, davon 23 Zivilisten. Die Anschlagsserie erfolgte am frühen Morgen und richtete sich gezielt gegen das Lager, in dem die Flüchtlinge darauf warteten, auf das von den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) kontrollierte Gelände zu gelangen.

Die kurdisch-arabische SDF-Allianz wird von den USA unterstützt und kämpft gegen den IS. Nach den Selbstmordanschlägen habe es blutige Auseinandersetzungen zwischen SDF- und IS-Kämpfern gegeben, sagte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, der Nachrichtenagentur AFP. Unter den Toten seien auch einige SDF-Kämpfer.

Die Medienstelle des kurdischen Roten Halbmonds teilte mit, dass bei der Anschlagsserie mindestens 22 Zivilisten getötet worden seien. In dem Lager hielten sich zum Zeitpunkt der Attacke nach Angaben der Beobachtungsstelle rund 300 Flüchtlingsfamilien aus dem Irak und aus Syrien auf.

(sda/chb)