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Terror
Viele Tote bei Anschlägen in Iraks Hauptstadt

Schiitische Frauen in Baghdad: Im Visier der Terroristen vom Islamischen Staat. Keystone

Mindestens 44 Menschen sind bei einem Doppelanschlag in einem Schiitenviertel von Bagdad ums Leben gekommen. Zu der Tat bekannte sich der sogenannte Islamische Staat.

Veröffentlicht am 17.05.2016

In der jüngsten Terrorwelle wird Iraks Hauptstadt Bagdad erneut von schweren Explosionen erschüttert: Bei einem Doppelanschlag sind am Dienstag mindestens 44 Menschen getötet worden. Wenigstens 90 Personen seien bei den Explosionen auf einem Markt im schiitisch geprägten Stadtteil Al-Schaab im Norden der Stadt verletzt worden, berichteten Mitarbeiter umliegender Spitäler und Augenzeugen am Dienstag.

Die Augenzeugen identifizierten eine Frau als Selbstmordattentäterin. In einer zunächst nicht verifizierbaren Botschaft im Internet bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu der Tat. Südlich Bagdads seien zudem vier weitere Menschen bei zwei Bombenexplosionen gestorben.

Attentatsserie gegen Schiiten

In den vergangenen Tagen hatten mehrere schwere Anschläge, zu denen sich ebenfalls die sunnitische Terrormiliz IS bekannte, das Land erschüttert. Unter anderem starben bei einer Attentatsserie gegen Schiiten in Bagdad am vergangenen Mittwoch mehr als 90 Menschen. Die Dschihadisten betrachten Angehörige dieser islamischen Konfession als Abtrünnige.

Die Dschihadisten sind durch Offensiven der irakischen Armee und der mit ihr verbündeten US-geführten Militärkoalition unter Druck geraten und verloren in den vergangenen Monaten Gebiete. Der IS kontrolliert aber immer noch grosse Teile im Westen und Norden des Landes. Die Gewalt kann als Machtdemonstration der Extremisten gesehen werden, trotz der Offensiven zu grossen Anschlägen fähig zu sein.

(sda/gku/hon)
 

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