Bei einem Luftangriff auf ein Krankenhaus im Jemen sind nach offiziellen Angaben mindestens 15 Menschen getötet und mehr als 25 weitere verletzt worden. Der Luftangriff sei von der Militärallianz unter Führung Saudi-Arabiens ausgeführt worden. Nach einer Mitteilung der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) sind mindestens elf Menschen getötet worden, darunter auch ein MSF-Mitarbeiter.

Das teilte der Gesundheitsdirektor Aiman Madkur der Provinz Hadscha am Montag der Nachrichtenagentur DPA mit. Bei der Klinik handle es sich um eine von der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen unterstützte Einrichtung in Abs in der nördlichen Provinz. Alle Opfer seien Zivilisten, darunter viele Frauen und Kinder. Bei der Klinik handle es sich um eine von der Hilfsorganisation unterstützte Einrichtung in Abs in der nördlichen Provinz Hadscha. Alle Opfer seien Zivilisten, darunter viele Frauen und Kinder. Laut MSF wurden neun Menschen direkt bei dem Angriff getötet, durch den die Klinik schwer beschädigt wurde. Zwei weitere Menschen seien auf dem Weg in ein anderes Spital gestorben. Die übrigen Patienten wurden in Sicherheit gebracht.

Offenbar ein Saudi-Angriff

Die Region werde von den Huthi-Rebellen kontrolliert, gegen die das Bündnis unter Fühung Saudi-Arabiens militärisch vorgeht, hiess es weiter. Augenzeugen berichteten, der Luftangriff habe die Notaufnahme der Klinik getroffen. Rettungsteams seien im Einsatz. Die Zahl der Opfer könne sich noch erhöhen.

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Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International verurteilte den Angriff scharf. Der Gesundheitsdirektor der Provinz sowie MSF machten die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition verantwortlich. Die Region werde von den Huthi-Rebellen kontrolliert, gegen die das Bündnis unter Führung Saudi-Arabiens militärisch vorgeht.

Das saudi-arabisch geführte Militärbündnis unterstützt seit März vergangenen Jahres den international anerkannten jemenitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi mit Luftangriffen im Kampf gegen die schiitischen Rebellen. Ärzte ohne Grenzen reagierte empört auf den Angriff. Erneut sei ein «vollkommen funktionsfähiges Spital voller Patienten bombardiert» worden. Die Organisation beklagte einen «Krieg ohne Respekt für medizinische Einrichtungen und Patienten». Die genaue Lage der Klinik sei allen Konfliktparteien bekannt gewesen. Augenzeugen berichteten, der Luftangriff habe die Notaufnahme der Klinik getroffen. Rettungsteams seien im Einsatz.

Nach Ende der Gespräche verschärfter Konflikt

Erst am Samstag waren beim Angriff auf eine Schule in der Nachbarprovinz Saada mindestens zehn Kinder getötet worden. Der seit Anfang 2014 andauernde Konflikt im Jemen verschärft sich, seit die Friedensgespräche zwischen Hadis sunnitischer Regierung und den Rebellen am 6. August abgebrochen wurden.

Allerdings will die sunnitische Militärkoalition nach eigenen Angaben wieder den Anfang August geschlossenen Flughafen in der Hauptstadt Sanaa für Hilfslieferungen öffnen. Hilfsorganisationen hatten die Schliessung kritisiert, dadurch sei das Leben von Millionen Menschen bedroht.

Millionen unterversorgt

Angriff auf Schule

Das saudisch geführte Militärbündnis unterstützt seit März vergangenen Jahres den international anerkannten jemenitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi mit Luftangriffen im Kampf gegen die Rebellen. Erst am Samstag waren beim Angriff auf eine Schule in der Nachbarprovinz Saada mindestens zehn Kinder getötet worden.

Der seit Anfang 2014 andauernde Konflikt im Jemen verschärft sich, seit die Friedensgespräche zwischen Hadis Regierung und den Rebellen am 6. August abgebrochen wurden.

Allerdings will die Militärkoalition nach eigenen Angaben wieder den Anfang August geschlossenen Flughafen in der Hauptstadt Sanaa für Hilfslieferungen öffnen. Hilfsorganisationen hatten die Schliessung kritisiert, dadurch sei das Leben von Millionen Menschen bedroht.

Der Jemen im Süden der Arabischen Halbinsel gehört zu den ärmsten Ländern der arabischen Welt. Vier Fünftel der gut 26 Millionen Einwohner sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Millionen sind ohne sauberes Trinkwasser und ausreichende medizinische Versorgung.

(sda/jfr/chb)