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Demonstration
Viele Tote bei Räumung von Protestcamps in Kairo

Kairo: Trügerische Ruhe. (Bild: Keystone)

Offenbar haben ägyptische Sicherheitskräfte während einer Räumung von Protestcamps des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi zahlreiche Personen getötet.

Veröffentlicht am 14.08.2013

Bei Zusammenstössen ägyptischer Sicherheitskräfte mit Anhängern des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi sind nach Angaben der Demonstranten zahlreiche Menschen getötet worden.

Die Mursi nahestehende Muslimbruderschaft sprach von 30 Toten und machte die Polizei dafür verantwortlich. Der Augenzeuge Ahschur Abid sagte, 15 Menschen seien ums Leben gekommen, als die Sicherheitskräfte mit der Räumung der Protestlager begonnen hätten. Er habe die Leichen in einem Lazarett in der Nähe der Lager gesehen. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es nicht.

Die Sicherheitskräfte hatten zuvor einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur zufolge mit der Räumung von zwei Protestlagern begonnen. Sie schossen mit Tränengas auf die Demonstranten, die mit einer Sitzblockade gegen die Absetzung Mursis protestierten. Ein Militär-Hubschrauber war über Rabaa Al-Adawija im Nordosten Kairos zu sehen, wo die Anhänger des Islamisten ihr grösstes Protestlager errichtet hatten.

Seit dem Sturz Mursis am 3. Juli kamen mehr als 300 Menschen bei Zusammenstössen mit den Sicherheitskräften ums Leben. Mursi war im Juni 2012 als erster frei gewählter Präsident Ägyptens an die Macht gekommen.

(chb/aho/reuters)

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