Nach einem der schwersten Anschläge in der afghanischen Hauptstadt Kabul seit Jahren ist die Zahl der Toten auf mindestens 49 gestiegen. Zudem seien mindestens 319 Menschen als verletzt gemeldet worden, sagte Regierungssprecher Sedik Seddiki.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Kabul bestätigte die Angaben.

Vermutlich in einem Wassertankwagen

Die Autobombe, die vermutlich in einem Wassertankwagen versteckt war, war im Diplomatenviertel von Kabul explodiert. Nach Angaben der französischen Regierung wurden die deutsche und die französische Botschaft beschädigt.

Im schwer gesicherten Viertel haben viele andere Botschaften ihre Büros. In der Nähe liegen auch das Nato-Hauptquartier, der Präsidentenpalast und afghanische Ministerien. Tausende Zivilisten waren zur Zeit der Explosion auf dem Weg zur Arbeit.

Anschläge nehmen zu

Bislang hat sich keine Gruppe zu der Tat bekannt. Es ist der achte schwere Anschlag in Kabul seit Jahresbeginn. Hunderte Menschen sind bei diesen Anschlägen der radikal-islamischen Taliban und der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) getötet oder verletzt worden.

(sda/gku/chb)
 

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