Geht es nach dem Willen der Volksinitiative würden Erbschaften über 2 Millionen Franken mit einem Steuersatz von 20 Prozent besteuert. Damit würde die Steuergerechtigkeit stark verbessert, sagte Heiner Studer, Präsident der im Initiativkomitee federführenden EVP, vor den Medien in Bern.

Die Initianten rechnen mit Einnahmen von insgesamt 3 Milliarden Franken pro Jahr. Davon gingen zwei Drittel an die AHV und ein Drittel an die Kantone. Wegen der Freigrenze von 2 Millionen Franken gehen die Initianten davon aus, dass rund 2 Prozent der natürlichen Personen von der Erbschaftssteuer betroffen wären. Kantonale Erbschafts- und Schenkungssteuern würden aufgehoben.

Hinter der Initiative stehen nebst der EVP auch die SP, die Grünen, die CSP sowie der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) und die christliche Organisation ChristNet.

Schon vor der Einreichung entfaltete die Initiative eine gewaltige Wirkung, weil sie eine umstrittene Rückwirkungsklausel enthält. Da bei einer Annahme Schenkungen ab dem 1. Januar 2012 bereits für die Besteuerung berücksichtigt würden, verschenkten vor Ende 2011 zahlreiche Reiche einen Teil ihrer Vermögenswerte an Nachkommen.

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(tke/muv/sda)