Deutschland stellt im Steuerstreit mit der Schweiz neue Forderungen: Die Bundesrepublik fordert, dass die von unseren Banken geleistete Voraus­zahlung fünf statt zwei Milliarden Franken betragen soll. 

Bisland stiess diese Forderung auf taube Ohren. Das hat sich offenbar geändern. Vontobel-CEO Zeno Staub ist bereit, mehr zu zahlen. «Sofern die Lösung sinnvoll ist und vom gesamten Finanzplatz Schweiz getragen wird, leisten auch wir unseren Beitrag. Uns ist es ein Anliegen, den Finanzplatz Schweiz aus der «Steuer-Schmuddelecke» zu holen», sagt er im Interview mit der «SonntagsZeitung».

Es müsse nun dringend dafür gesorgt werden, dass die Steuerdiskussionen zu einem Abschluss kommen. Er bedaure die langfädigen Diskussionen. «Mittlerweile hat sich in der öffentlichen Meinung von den Banken ein verzerrtes Bild gefestigt», klagt Staub. «Viele sind der Ansicht, dass man einen Schweizer Banker nur dann aufsucht, wenn man seine Steuern optimieren will. Das ist falsch und schadet dem gesamten Finanzplatz.»

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(muv)