EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker dämpft die Hoffnungen auf einen schnellen Durchbruch in den Verhandlungen mit Griechenland. Er wisse nicht, ob es am Montag eine Vereinbarung geben werde, sagte Juncker in Brüssel. Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras forderte eine tragfähige Lösung. Griechenland müsse innerhalb der Euro-Zone zum Wachstum zurückfinden.

Insidern zufolge hat die griechische Regierung kurz vor dem Euro-Sondergipfel Zugeständnisse bei den umstrittensten Reformmassnahmen angeboten. «Es ist bisher das erste vernünftige Papier, über das man informiert und produktiv diskutieren kann», sagte ein Vertreter der Euro-Zone. So schlägt die Regierung in Athen demnach vor, das Renteneintrittsalter schrittweise auf 67 Jahre zu erhöhen.

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Rentensystem soll vereinfacht werden

Derzeit gehen in Griechenland Männer im Durchschnitt mit 63 Jahren in Rente, Frauen mit 59 Jahren. Das Rentensystem soll den Insidern zufolge zudem vereinfacht und Ausnahmen gestrichen werden. Zudem soll demnach bei der Mehrwertsteuer der Basissatz von 23 Prozent gelten, während Energie und Grundnahrungsmittel mit 13 Prozent sowie Medikamente und Bücher mit 6 Prozent besteuert würden.

Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone treffen sich am Abend, um eine Lösung im Schuldenstreit mit Griechenland zu finden. Der Staat braucht dringend weitere Milliardenkredite, lehnt aber zahlreiche Forderungen der internationalen Gläubiger ab.

(reuters/me/ama)