1. Home
  2. Politik
  3. Wahlen 2015: So wollen wir die Wirtschaft voranbringen

Videos
Wahlen 2015: So wollen wir die Wirtschaft voranbringen

Roger Köppel und Bastien Girod: Unterschiedliche Ideen einer guten Wirtschaft.   Keystone

Für die Handelszeitung haben Kandidaten ihre Wirtschaftspolitik in kurzen Videos skizziert. Die Vorstellungen gehen dabei weit auseinander. Am meisten angeschaut wurde der Clip eines Politneulings.

Von Gabriel Knupfer
am 16.10.2015

Am Sonntag wird gewählt und die Schweiz wartet gespannt auf die ersten Ergebnisse. Dem neuen Parlament wird in den nächsten vier Jahren die Arbeit sicher nicht ausgehen. Konflikte sind nicht nur bei der Bundesratswahl, bei der die SVP ihren zweiten Sitz zurückholen will, programmiert. Auch bei der umstrittenen Personenfreizügigkeit stehen wegweisende Entscheidungen an, die auch die Wirtschaft stark betreffen werden.

Die «Handelszeitung» wollte deshalb vor den Wahlen von den Kandidaten wissen, wie sie die Schweizer Wirtschaft als Parlamentarier voranbringen würden. Herausgekommen sind die unterschiedlichsten Einsendungen. So befürchtet zum Beispiel Manfred Küng ein Abgleiten der Schweiz in «russische» Verhältnisse. Der Kandidat verlangt deshalb, dass Unternehmer ihren Zeitaufwand für Formulare in Rechnung stellen können.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Isabelle Lüthi und Angela Penkov von der Alternativen Liste Schaffhausen dagegen kämpfen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Mehr arbeitende Mütter bedeuteten mehr Steuerzahlerinnen und eine blühende Wirtschaft, so die Vision der beiden Kandidatinnen.

Auf Youtube am meisten angesehen wurde in den letzten Wochen der Beitrag von Roger Köppel: Der Weltwoche-Verleger und SVP-Kandidat polarisiert. Im Video erklärt Köppel, wie er eine institutionelle Anbindung an die EU verhindern will. Diese wäre aus seiner Sicht eine Katastrophe für die Wirtschaft.

Steuerzahler entlasten

Am zweitmeisten geschaut wurde etwas überraschend der Clip von Andri Silberschmidt. Der Jungfreisinnige plädiert für tiefe Steuern und Einsparungen im Staatshaushalt. Um die Steuerzahler zu entlasten sollten die Ausgaben generell um zehn Prozent reduziert werden, fordert Silberschmidt.

Häufig angesehen wurde auch das Video von Bastien Girod. Der Grüne kandidiert in Zürich für den National- und Ständerat. Es brauche die Zusammenarbeit von Staat und Wirtschaft, sagt der Umweltwissenschaftler. «Nur mit tiefen Steuern alleine ist es nicht getan», so Girod. In erster Linie müsse die Schweiz in Bildung und Lebensqualität investieren.

Was Bastien Girod, Roger Köppel und viele andere Bewerber sonst noch über die Wirtschaft zu sagen haben, sehen Sie in der Übersicht über alle Videobotschaften.

Anzeige