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Gipfeltreffen
WEF-Sicherheitsbilanz: Erst nervös, zum Ende positiv

Die Veranstalter des WEF ziehen in puncto Sicherheit eine positive Bilanz. Die Kosten summieren sich auf mehrere Millionen Franken. Vor allem die öffentliche Hand zahlt dafür.

Veröffentlicht am 24.01.2015

Das Weltwirtschaftsforum ( WEF) 2015 ist aus Sicht der Bündner Behörden ohne sicherheitsrelevante Zwischenfälle über die Bühne gegangen. Vor Medienvertretern zogen sie am Samstag eine positive Bilanz. Die Sicherheitskräfte hätten ihre Auftrag hervorragend ausgeführt, sagte der Bündner Sicherheitsdirektor Christian Rathgeb. Die Zusammenarbeit im Sicherheitsverbund habe sich einmal mehr bewährt.

Am Einsatz beteiligt waren alle 26 kantonalen Polizeikorps sowie Einheiten aus den Städten Chur, Zürich und St. Gallen sowie aus Liechtenstein. Die Armee war mit rund 4500 Angehörigen im Einsatz. Besonders erfreut zeigte sich Rathgeb über die vielen Komplimente für die Freundlichkeit der Sicherheitskräfte – sowohl von den WEF-Teilnehmern wie auch aus der Bevölkerung, wie er sagte.

Keine Verhaftungen, keine Luftraumverletzungen

Der Davoser Landammann Tarzisius Caviezel begrüsste, dass sich die Einsatzkräfte im Hintergrund gehalten hätten. «Die Bevölkerung ärgert sich, wenn sie ständig von Polizei und Militär begleitet wird», sagte er. Mit dem Ablauf zeigte er sich ebenfalls zufrieden. Vor dem WEF sei man wegen der Vorfälle in Paris etwas nervös gewesen. Umso grösser sei die Erleichterung, dass der Anlass ohne Zwischenfälle abgelaufen sei.

Zu Verhaftungen sei es im Zusammenhang mit dem WEF nicht gekommen, sagte Gesamteinsatzleiter Walter Schlegel, Kommandant der Kantonspolizei Graubünden. Die Polizei habe zahlreiche Kontrollen durchgeführt und mehrere Personen abgeklärt. Dabei sei aber nichts Bedrohliches festgestellt worden.

Sicherheitskosten von 8 Millionen Franken

Auch die Luftwaffe musste bisher kein einziges Mal intervenieren, wie Stefan Hofer, Sprecher des Führungsstabs der Armee, auf Anfrage sagte. Es habe keine Luftraumverletzungen gegeben. Der Armeeeinsatz dauert noch bis Sonntag. Eine Bilanz will Hofer erst nach danach ziehen.

Die Sicherheitskosten beliefen sich dieses Jahr auf rund 8 Millionen Franken. Davon trägt der Bund 40 Prozent, der Kanton und das WEF je 25 Prozent und die Gemeinde 10 Prozent.

(sda/moh)

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