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Konzernkritik
WEF verleiht Schmähpreis an Gazprom und Gap

Greenpeace-Proteste gegen Erdölbohrungen der Gazprom in der Antarktis. (Bild: Keystone)

Für rücksichtslose Firmenpolitik haben der russische Gazprom-Konzern und die US-Textilkette Gap den Schmähpreis der WEF erhalten. Beide Konzerne wurden vom Verleiher mit deutlicher Kritik bedacht.

Veröffentlicht am 23.01.2014

Schmähpreise für zwei Weltkonzerne: Der russische Gasriese Gazprom und die US-Textilkette Gap sind am Rande des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos mit den kritischen «Public Eye Awards» bedacht worden. Gap sei dabei der Hauptpreis zugesprochen worden, weil sich der US-Konzern gegen Reformen in der Textilbranche in Bangladesch sträube, teilten die Organisationen Greenpeace und «Erklärung von Bern» mit.

Das US-Unternehmen weigere sich, trotz des folgenschweren Einsturzes von Produktionsgebäuden in Bangladesch mit über 1100 Toten im vergangenen Mai, das internationale Abkommen über die Verbesserung des Arbeits- und Brandschutzes in dem Land zu unterzeichnen. Gazprom erhielt den «Public Eye»-Publikumspreis. Der Konzern bohre in der Arktis nach Erdöl und riskiere dabei Umweltschäden, erklärten die Preisverleiher. An der Online-Abstimmung über den Publikumspreis nahmen rund 280'000 Menschen teil.

(awp/me/sim)

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