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NSA-Skandal
Weitere Enthüllungen in US-Spionageaffäre

Edward Snowden hat den US-Spionageskandal aufgedeckt und floh nach Hongkong. (Bild: Keystone)

Für die US-Regierung und den Abhördienst NSA ist der Spionageskandal nicht ausgestanden: Das Ausspionieren von Bürgern soll weitere Kreise gezogen haben – ausgerechnet in China wächst die Kritik.

Veröffentlicht am 12.06.2013

Der Amerikaner Edward Snowden, der den US-Spionageskandal aufgedeckt hat und nach Hongkong floh, könnte weitere Enthüllungen liefern. Heute Mittwoch fehlte noch jede Spur von ihm, nachdem er am Montag ein Hotel in der chinesischen Sonderverwaltungsregion verlassen hatte.

Der Reporter Glenn Greenwald von der britischen Zeitung «Guardian», die wie die «Washington Post» den Skandal enthüllt hatte, kündigte indes weitere Berichte über den geheimen US-Abhördienst NSA an.

«Wir arbeiten an Geschichten», sagte Greenwald dem Nachrichtensender CNN. Die Berichte sollten ein Licht auf den geheimen Abhördienst NSA werfen, schadeten der Sicherheit der USA aus seiner Sicht aber nicht.

Auch in China wächst die Kritik. Der Künstler Ai Weiwei zeigte sich «geschockt». «Ich habe zwölf Jahre in den USA gelebt. Dieser Missbrauch staatlicher Macht läuft meinem Verständnis von einer zivilisierten Gesellschaft entgegen», schrieb der Regimekritiker im «Guardian». Die Geschichte lehre aber, dass staatliche Gewalt begrenzt werden müsse.

Entlassung in Abwesenheit

Snowden wurde derweil von seinem Arbeitgeber entlassen. Die Beratungsfirma Booz Allen Hamilton kündigte ihm «wegen der Verletzung des Ethikkodexes und der Richtlinien». Snowden hatte angegeben, er sei als Mitarbeiter der Firma bei der NSA auf Hawaii im Einsatz gewesen.

Booz Allen Hamilton zufolge arbeitete Snowden weniger als drei Monate für das Unternehmen. Die US-Behörden arbeiten laut Medienberichten an einer Anklage gegen Snowden.

(tke/vst/sda)

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