Bei der Abstimmung der Generalversammlung des Büros, dem 161 Staaten angehören, setzte sich Astana mit 103 Stimmen gegen 44 für das belgische Lüttich durch. Erstmals richtet damit eine zentralasiatische Hauptstadt eine Expo aus.

Lüttich hatte sich für die Ausstellung mit dem Motto «Die Welt verbinden, die Menschen vernetzen, besser zusammenleben» beworben. Sie war die einzige Gegenkandidatin.

Die Ausstellung in Astana findet vom 10. Juni bis zum 10. September 2017 statt. Die Veranstalter rechnen mit fünf Millionen Besuchern. Kasachstan verfügt über gewaltige Ressourcen an Erdöl, Erdgas, Kohle und anderen Rohstoffen.

Das Land wird seit 1990 von Präsident Nursultan Nasarbajew regiert. Nasarbajew würdigte die Vergabe der Weltausstellung Expo 2017 an sein Land als historisch. Die Wahl der Ex-Sowjetrepublik in Zentralasien zeige die Wertschätzung der erfolgreichen Entwicklung des rohstoffreichen Steppenstaates.

«Der Sieg von Astana in diesem Wettbewerb ist keineswegs ein Zufall. Die Ausstellung wird unser kreatives Potenzial deutlich machen», teilte das Präsidentenamt mit. Kritiker werfen Nasarbajew die Unterdrückung Andersdenkender sowie Menschenrechtsverletzungen vor.

(tke/sda)