Zehntausende Menschen haben am Sonntag auf der ganzen Welt gegen den globalen Temperaturanstieg durch klimaschädliche Treibhausgase demonstriert. Die grösste Kundgebung wurde in New York mit rund 100'000 Teilnehmern erwartet.

Für den Abschluss der Demonstration war eine Strassenparty nahe dem Hudson River geplant. Nach Angaben der Organisatoren sollte es die «grösste Klima-Demonstration aller Zeiten» werden.

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Al Gore und Bill de Blasio

Dazu angekündigt hatten sich auch UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon, Hollywood-Star Leonardo DiCaprio, der frühere US-Vizepräsident Al Gore und New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio.

In New York beginnen in dieser Woche die Vollversammlung der Vereinten Nationen und der UN-Klimagipfel, auf dem Staats- und Regierungschefs Massnahmen zur Verringerung des Kohlendioxid-Emissionen diskutieren sollen. Konkrete Ergebnisse sind für das Jahr 2015 geplant.

Weckruf an die Politik

In Berlin nahmen nach Polizeiangaben rund 3500 Menschen an einer Kundgebung vor dem Brandenburger Tor teil. Die Organisatoren sprachen von 10'000 Teilnehmern. «Es ist ein Weckruf an Politiker, dass der Klimawandel nicht mehr nur ein Thema für Umweltschützer ist, sondern uns alle betrifft», erklärte der Sprecher der Organisatoren, Ricken Patel. Insgesamt sollte es 2500 Klimaschutz-Kundgebungen in 161 Ländern geben, darunter etwa auch Afghanistan und Bulgarien.

Auch zahlreiche Prominente unterstützten das Anliegen. Nach Angaben der Organisation 350.org wollten in New York unter anderem UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und der Musiker Sting sich der Demonstration anschliessen. In London reihten sich die Schauspielerin Emma Thompson und die Modedesignerin Vivienne Westwood unter den Demonstranten ein.

(reuters/gku)