Die Dachorganisation der kommerziellen Kommunikation, SW Schweizer Werbung, hat sich äusserst beunruhigt über den Zwist um die TV-Nutzungsdaten geäussert. Sie rief alle Konfliktpartner auf, im Interesse der gesamten Medien- und Kommunikationsbranche dringend eine einvernehmliche Lösung zu suchen.

Es dürfe nicht sein, dass Partikularinteressen , selbst wenn sie teilweise berechtigt seien, einen derart wichtigen Prozess unbesehen von den Folgen für die Gesamtheit torpedierten.

Der damit einhergehende Verlust an Glaubwürdigkeit und Vertrauen in der Öffentlichkeit, in der Politik und bei den Behörden könne sich die Branche gerade heute nicht leisten. Nur mit gemeinsamen Anstrengungen werde es gelingen, die Herausforderungen des gegenwärtigen Medien- und Nutzungswandels zu meistern.

SW Schweizer Werbung sei sich bewusst, dass bei der Einführung des neuen Messsystems Probleme aufgetreten seien, die verständlicherweise zu Unsicherheit und teilweiser Unzufriedenheit geführt hätten. Gleichzeitig bitte sie die direkt betroffenen Akteure darum, im Hinblick auf das Ganze Augenmass zu wahren.

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Der Tessiner Politiker Filippo Lombardi steht der SW vor - er war noch bis vor wenigen Tagen offiziell im Verwaltungsrat der Mediapulse AG und der Public Data AG anzutreffen, die beide im Zentrum des TV-Quoten-Knatsches stehen.

(chb/sda)