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Lockerung
Westen ruft zu mehr Investitionen im Iran auf

Teheran: Irans Hauptstadt steht vor einem Investitionsschub. Bild: Keystone

Westliche Staaten rufen in einer gemeinsamen Veröffentlichung zu stärkeren Investitionen im Iran auf. Nach dem Ende der Sanktionen sieht die Wirtschaft grosse Chancen in der Islamischen Republik.

Veröffentlicht am 20.05.2016

Nach der Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran haben vier westliche Länder und die EU zu stärkeren Investitionen in der Islamischen Republik aufgerufen. Die USA, Deutschland, Frankreich und Grossbritannien veröffentlichten den Aufruf am Donnerstag nach einem Treffen der Aussenminister der vier Länder gemeinsam mit der EU-Aussenbeauftragten Federica Mogherini in Brüssel.

Nach dem Atomdeal vom vergangenen Sommer und der Aufhebung internationaler Sanktionen gegen Teheran vor vier Monaten gebe es beträchtliche Möglichkeiten, im Iran Geschäfte zu machen, hiess es weiter. Bisher zögern westliche Banken und Firmen mit neuen Investitionen, zumal einige der US-Sanktionen gegen den Iran weiter in Kraft bleiben.

Abbau massiver Sanktionen

In der Erklärung wurden Investoren aufgefordert, sich über die Lage zu informieren anstatt sich mögliche Geschäfte entgehen zu lassen. An die Adresse Teherans hiess es, der Iran müsse seinerseits ein unternehmerfreundliches Umfeld schaffen und internationale Standards etwa im Kampf gegen Geldwäsche und die Finanzierung terroristischer Aktivitäten einhalten.

Nach 18-monatigen intensiven Verhandlungen hatten sich die UN-Vetomächte (USA, Russland, China, Grossbritannien und Frankreich) sowie Deutschland im Juli 2015 mit dem Iran auf den Atomdeal geeinigt. Das als historisch geltende Abkommen soll dafür sorgen, dass der Iran keine Atombombe bauen kann. Umgekehrt bedeutet der von Teheran ersehnte Abbau der massiven Sanktionen auch ein Ende der weitgehenden politischen und wirtschaftlichen Isolierung des Landes.

(sda/moh)

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