Der Waadtländer Rechtsanwalt Jean-Philippe Rochat kündigte am Donnerstag an, dass sich die bisherigen Projekte aus den Kantonen Wallis und Waadt zusammenschliessen. An der Kandidatur soll sich die gesamte Westschweiz, von den Kantonen Genf, Freiburg, Neuenburg über Jura bis nach Bern beteiligen.

Im Wallis war das Projekt vom Präsident des FC Sion, Christian Constantin, lanciert worden. Das Waadtländer Projekt wurde von der Handelskammer angestossen. Die Kandidatur steht unter dem Titel «The Swiss Made Winter Games 2026». Die Leiter der Departemente für Sport der beiden Kantonen betonten am Donnerstag die Unterstützung ihrer Regierungen. Man begrüsse besonders den Zusammenschluss der Kandidaturen, sagte Pierre-Yves Délèze, Verantwortlicher für Sport des Kantons Wallis. Auch Sportler wie Didier Défago oder Virginie Favre waren bei der Medienkonferenz anwesend.

Zweite Bewerbung in Planung

Die Waadt und das Wallis müssen bis am 31. Mai die Absicht einer Kandidatur beim Dachverband der Schweizer Sportverbände Swiss Olympic einreichen. Die im Detail ausgearbeitete Kandidatur mit Austragungsort muss bis am 15. Dezember folgen.

Die Kandidatur der Kantone Waadt und Wallis wird nicht die einzige in der Schweiz bleiben. Auch Graubünden bereitet mit der Unterstützung des Kantons Zürich eine Bewerbung für die Winterspiele 2026 vor. Eine dritte Kandidatur unter dem Grobkonzept «Host City» hat sich bislang nicht konkretisiert.

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Zweimal Winterspiele in St. Moritz

Noch 2013 war eine Kandidatur für die Winterspiele 2022 vom Bündner Stimmvolk mit knapp 53 Prozent Nein-Anteil abgelehnt worden. Das Internationale Olympische Komitee (IOK) vergab die Spiele an Peking.

In der Schweiz fanden bisher zweimal Olympische Winterspiele statt. Sowohl 1928 wie auch 1948 fanden sie in St. Moritz statt. Es kam aber auch zu Niederlagen. So ging die Stadt Sitten 2002 (Winterspiele an Salt Lake City vergeben) und 2006 (Turin) leer aus.

(sda/mbü/ama)