Die SVP-Frauen wollen ein Zweierticket mit Mann und Frau in die Bundesratswahlen vom 9. Dezember schicken. Für Präsidentin Judith Uebersax kommen sowohl Quereinsteigerinnen als auch erfahrene Parlamentarierinnen in Frage.

Uebersax bestätigte am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur sda einen Bericht von blick.ch, wonach die SVP-Frauen derzeit Gespräche führen. Zunächst gehe es darum herauszufinden, wer Interesse hat, wählbar ist und genügend Rückhalt in der Fraktion hätte.

Rita Fuhrer als Wunschkandidation

«Wir wären natürlich sehr erfreut, wenn die Partei ein Zweierticket mit einem Mann und einer Frau präsentieren könnte», sagte Uebersax. Als Kandidatinnen in Frage kämen sowohl Quereinsteigerinnen als auch versierte Parlamentarierinnen. Namen wollte Uebersax keine nennen. Blick.ch schreibt, die Zürcher alt Regierungsrätin Rita Fuhrer sei Wunschkandidation.

«Der Fahrplan richtet sich nach der Mutterpartei», sagte Uebersax. Am 16. November sichtet die SVP an einer ausserordentlichen Fraktionsvorstandssitzung die Kandidaturen und die Empfehlungen der Findungskommission. Die SVP-Frauen könnten nur den Anstoss für eine Frauenkandidatur geben, ergänzte die SVP-Frauenpräsidentin. Entscheiden würden jedoch die kantonalen Parteien.

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Brand als Kronfavorit

Top-Favorit für den zweiten SVP-Sitz ist der Bündner Nationalrat Heinz Brand. Der umgängliche Migrationsexperte gilt im Parlament als mehrheitsfähig, fiel aber zuletzt mit extremen Positionen auf.

Brand hat seit vielen Jahren das Image eines Asyl-Hardliners. Der Ruf geht auf seine Zeit als Chef der Bündner Fremdenpolizei zurück. Bis zu seiner Wahl in den Nationalrat im 2011 hatte er das Amt ganze 24 Jahre inne. Mehrmals traf er Ausschaffungsentscheide, die in Graubünden grosses mediales Echo auslösten und als überaus hart wahrgenommen wurden.

(sda/ise)