Bei den anhaltenden Gefechten zwischen pro-russischen Separatisten und der ukrainischen Armee in Luhansk sind zwei Menschen durch eine Explosion im Stadtzentrum getötet worden. Beide Seiten warfen sich am Montag gegenseitig vor, für die Detonation verantwortlich zu sein. Zwei Aufständische erklärten, die ukrainische Luftwaffe habe einen Angriff auf ein Regierungsgebäude geflogen. Dagegen sagte ein Militärsprecher der Zeitung «Ukrainska Prawda», die Separatisten hätten versucht, ein Kampfflugzeug mit einer Rakete abzuschiessen. Diese habe sie jedoch selbst getroffen. Der Jet sei auf dem Rückflug von einem Angriff auf zwei Kontrollposten der Rebellen in der Region gewesen.

Bewohner der Region veröffentlichten auf einer russischen Webseite ein Video, das nach der Explosion aufgenommen worden sein soll. Darauf sind zwei Leichen zu sehen, eine davon die einer Frau. Das russische Aussenministerium erklärte, bei dem Luftangriff handle es sich um ein weiteres Verbrechen der Regierung in Kiew am eigenen Volk.

Luhansk liegt nahe der russischen Grenze und wird seit April von Separatisten kontrolliert. Diese griffen am Morgen mit Sturmgewehren und Granatwerfern einen Kontrollpunkt der ukrainischen Streitkräfte am Rande der Stadt an. Etwa 14 Stunden später hielten die Gefechte weiter an. Unbestätigten Angaben zufolge starben fünf Menschen bei den Kämpfen.

(reuters/chb)

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