Griechenland und andere Euro-Krisenstaaten sind nach Ansicht von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble aus dem Gröbsten heraus. «Wir haben keine Ansteckungsgefahr mehr», sagte Schäuble auf einer Veranstaltung der «Süddeutschen Zeitung» in Berlin.

Von Regierungskrisen und Koalitionsverhandlungen gehe kein Risiko für die Euro-Zone als Ganzes mehr aus. Daher seien auch die Finanzmärkte nicht mehr über die Zukunft des Währungsgebietes beunruhigt. Dies sei auch daran abzulesen, dass Risikoaufschläge der Anleihen Spaniens, Italiens und selbst Griechenlands deutlich zurückgegangen seien.

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Das Ägäis-Land habe in der Euro-Zone mit Abstand die grössten Probleme zu bewältigen. Und dennoch sei es voraussichtlich zu einem «ordentlichem Wachstum» zurückgekehrt und beim Abbau des staatlichen Defizits rascher als gedacht vorangekommen. «Dafür muss man dem Land Respekt zollen», betonte Schäuble in Anwesenheit des griechischen Regierungschefs Antonis Samaras.

Griechenland: Euro-Austritt wird es nicht geben

Der sprach von einem «spektakulären Comeback» seines Landes, das erstmals seit langer Zeit einen - ohne Berücksichtigung von Zinszahlungen - Primärüberschuss erziele. Das Land werde in seinen Reformanstrengungen nicht nachlassen. «Wir stellen nicht auf Autopilot um. Es liegt noch sehr viel Arbeit vor uns.»

Es sei erst eine schwache Erholung nach sechs schmerzhaften Jahren einer Rezession spürbar. Eine Rückkehr zur Drachme sei kein Thema: «Wir erleben eine Erholung. Einen griechischen Euro-Austritt wird es niemals geben.» 

(reuters/muv)