Den USA wird es nach den Worten von Präsident Barack Obama gelingen, eine schlagkräftiges Bündnis zur Vernichtung der Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) um sich zu sammeln. Er sei zuversichtlich, dass eine Allianz mit einem ausreichend langen Atem zustande kommen werde, sagte Obama beim Nato-Gipfel im walisischen Newport. «Wir werden nicht aufhören, Jagd auf sie (IS) zu machen», kündigte er an. Es gehe darum, die Führung der Organisation auszuschalten. «Wir werden IS genauso verfolgen, wie wir Al-Kaida verfolgt haben», sagte er. Zugleich müssten aber auch die irakischen Sicherheitskräfte gestärkt werden. Er hoffe, dass sich die neue irakische Regierung in der kommenden Woche bilde.

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Schmieden eines Bündnis'

Die USA haben Deutschland und andere Staaten aufgerufen, gemeinsam ein Bündnis zum Kampf gegen die Islamisten zu schmieden. Es gebe viele Arten, wie die Partner helfen könnten, teilten US-Aussenminister John Kerry und Verteidigungsminister Chuck Hagel ihren Kollegen aus Grossbritannien, Frankreich, Deutschland, Kanada, Australien, der Türkei, Italien, Polen und Dänemark in Newport mit. Deutschland machte deutlich, dass es seine Rolle vor allem in der politischen Begleitung des militärischen Kampfes sieht. «Das ganze wird als militärische Auseinandersetzung nur erfolgreich sein, wenn es eingebettet ist in ein politisches Umfeld», mahnte Aussenminister Frank-Walter Steinmeier.

(reuters/chb)