Die SVP verliert mit dem Rücktritt von Hans Kaufmann auf Anfang Mai einen ihren profiliertesten Finanzexperten im Nationalrat. Kaufmann wünscht sich in seinem Rücktrittsschreiben einen Nachfolger, der sich dem Finanzplatz Schweiz widmet - und zielt damit auf Thomas Matter, der Banker (Swissfirst, Helvetische Bank) und Initiator der Bankgeheimnis-Initiative.

Nur: Bauer und Ex-Nationalrat Ernst Schibli steht Thomas Matter vor der Sonne: Schibli ergatterte bei den Nationalratswahlen 2011 den ersten Ersatzplatz der Zürcher SVP, um bei einem Rücktritt nach Bern nachzurücken. Erst an zweiter Stelle kommt Matter, obwohl er sich den Wahlkampf einiges kosten liess.

«Nicht vor April»

Die ältere Generation Zürcher SVP-Politiker um Toni Bortoluzzi wurde in der Vergangenheit mehr oder weniger sanft dazu gedrängt, jüngeren Kräften Platz zu machen. In der «NZZ» war letztes Jahr zu lesen, dass Kaufmann zwar nicht sicher zu Gunsten von Matter vorzeitig zurücktrete, wenn Schibli auch verzichte. In einer solchen Konstellation würde er sich sein Vorgehen aber überlegen, gab ihn die NZZ wieder.

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Schibli lässt sich Zeit. Gegenüber handelszeitung.ch sagte er, sein Entscheid liege noch in weiter Ferne. Vor April sei nicht mit einem Entscheid zu rechnen. Thomas Matter meinte, Schibli stehe der Sitz zu, er wolle nicht über einen Verzicht spekulieren.