Samira Askari ist eine Vorzeige-Wissenschaftlerin. Nachdem sie ihren Doktor an der ETH Lausanne absolvierte, wollte sie ihre Karriere in den USA fortführen. Wegen dem neuen Einreiseverbot von US-Präsident Donald Trump wurde der iranischen Wissenschaftlerin die Einreise aber zwei Mal verwehrt.

Auch wenn das Einreiseverbot inzwischen gestoppt wurde: Viele Wissenschaftler sind verunsichert. So auch der Direktor vom Institut für Datenwissenschaft in Harvard: «Die besten und kreativsten Köpfe sind für ihre Karriere in die USA gekommen. Denn die USA haben alle unterstützt – egal welcher Herkunft. Das hat der Einreisebann nun infrage gestellt.»

Doch Trump drängt die Wissenschaftsgemeinde noch mehr in die Ecke. Über Twitter drohte der Präsident der Universität Berkeley mit Mittelkürzungen wegen einer Demonstration. Die Studenten hatten einen Auftritt des damaligen Breitbart Bloggers und Trump-Anhängers Milo Yiannopoulos verhindern wollen. 

Innovation als Rohstoff der Schweiz

Für die Schweiz könnte die politische Stimmung in den USA zum Vorteil werden. Viele Wissenschaftler bekunden ihr Interesse an einem Wechsel in die Schweiz. Dies bestätigt auch Martin Vetterli, Rektor der ETH Lausanne: «Wissenschaft ist ein offener, internationaler Markt und mit Trump wurden die Karten neu gemischt.»

Auch der Zürcher Prionenforscher Adriano Aguzzi sieht in der Abwanderung der Wissenschaftler eine Chance für die Schweiz und betont, dass Innovationen und Talente der einzige Rohstoff der Schweiz seien.

Wie die Wissenschaftler in den USA und der Schweiz mit Trumps Präsidentschaft umgehen, sehen Sie im Beitrag von SRF Eco.

(btl)