Gut eine Woche vor Beginn der Fussball-Weltmeisterschaft in Brasilien haben Gegner des Grossereignisses mit zwölf riesigen aufblasbaren Fussbällen vor dem Parlament in Brasilia demonstriert. Die zwölf Bälle mit zwei Meter Durchmesser standen für die zwölf Städte, in denen die WM ausgetragen wird.

Aus einem Fussball mit aufgemalter brasilianischer Flagge liessen die Demonstranten langsam die Luft entweichen - um die schwachen Leistungen der brasilianischen Regierung zu kritisieren.

«Versprechen nicht eingehalten»

Antonio Carlos Costa, Gründer der Organisation Rio de Paz (Fluss des Friedens) sagte der Nachrichtenagentur AFP, die brasilianische Regierung müsse die Nation um Verzeihung bitten. Sie habe ihre Versprechen nicht eingehalten und "ein Vermögen an öffentlichen Geldern für unnötige Dinge" ausgegeben.

Seit Monaten fordern Demonstranten vor allem bessere Lebensbedingungen und bessere öffentliche Dienstleistungen statt teure Stadionbauten. Der Regierung wird vorgeworfen, vor der Präsidentschaftswahl im Oktober enorme Summen in Prestigeprojekte zu stecken und wichtige andere Aufgaben - beispielsweise im Gesundheit-, Bildungs- und Verkehrswesen - zu vernachlässigen.

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(sda/dbe)