Das Gespräch der WTO-Teilnehmer in Davos verstand sich als Wiederaufnahme des Dialogs, fünf Wochen nach Ende der ergebnislosen WTO-Konferenz in Buenos Aires.

Der Schweizer Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann hatte am Freitag Kolleginnen und Kollegen aus 28 Ländern, der EU sowie der Welthandelsorganisation (WTO) begrüssen können. Unter den Teilnehmenden waren die USA, China, Indien, Russland und Japan sowie WTO-Generaldirektor Roberto Azevêdo. Die meisten Staaten waren auf Ministerebene vertreten.

Neue Perspektiven

Ziel des Treffens sei es gewesen, die nächsten Schritte nach der WTO-Ministerkonferenz vom vergangenen Dezember anzugehen. Es seien Perspektiven für weitere Verhandlungen besprochen worden, teilte das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) in einem Communiqué mit.

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Die Gesprächsteilnehmer seien enttäuscht gewesen, dass in Buenos Aires keine multilateralen Fortschritte erzielt werden konnten. Gleichzeitig bekräftigten sie ihre Absicht, sich weiterhin für den Erhalt und Ausbau des multilateralen Handelssystem einzusetzen.

Die WTO-Konferenz in Argentiniens Hauptstadt war Mitte Dezember angesichts massiver US-Kritik ohne konkrete Ergebnisse zu Ende gegangen. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer, der auch am Treffen in Davos teilnahm, hatte in Buenos Aires die unfairen Handelspraktiken vieler Länder zulasten der USA beklagt. Er sprach sich dagegen aus, neue Regeln auszuhandeln, solange die bestehenden Vorschriften nicht befolgt werden.

(sda/tdr)