In den ersten sieben Monaten sind in der Schweiz gegen 24'000 Menschen aufgegriffen worden, die sich rechtswidrig im Land aufgehalten haben, davon über 9000 allein im Juli. Zwischen Januar und Juli 2015 dagegen waren lediglich 13'213 rechtswidrig Eingereiste angehalten worden.

23'886 rechtswidrige Aufenthalte registrierte das Schweizer Grenzwachtkorps (GWK) von Anfang Januar bis Ende Juli gemäss am Montag veröffentlichten Zahlen. Die meisten dieser Aufgegriffenen stammten aus Eritrea, Gambia und Afghanistan. Mit insgesamt 15'277 Aufgegriffenen schwingt das Tessin obenaus.

Mehr Menschen wagen Überfahrt nach Europa

An der Südgrenze stieg die Zahl der illegal Eingereisten in den vergangenen Wochen sprunghaft an – wenn das Wetter im Mittelmeerraum wärmer ist, wagen mehr Menschen von der nordafrikanischen Küste aus die Überfahrt nach Europa und reisen von Italien nach Norden weiter. 8114 rechtswidrig Eingereiste wurden im Juli im Tessin aufgegriffen.

In der ersten August-Woche wurden gemäss provisorischen Zahlen des Grenzwachtkorps im Tessin weitere fast 1700 rechtswidrig Eingereiste aufgegriffen. 1275 von ihnen wurden weggewiesen.

Bitte um Asyl

Nicht alle Menschen, die sich rechtswidrig in der Schweiz aufhalten, seien automatisch Flüchtlinge im Sinn der Flüchtlingskonvention, heisst es dazu beim Grenzwachtkorps. Wer in der Schweiz um Asyl bittet, wird an die Empfangszentren des Bundes verwiesen.

An den Ostschweizer Grenzabschnitten war es ruhiger. In der Grenzwachtregion Schaffhausen wurden in den ersten sieben Monaten 856 Aufgegriffene gezählt, in der Region Chur 1894. An den Ostschweizer Grenzen war die Zahl der Aufgegriffenen im Januar höher gewesen als im Juli.

(sda/me/gku)