Zehntausende Menschen sind am Samstagnachmittag in Rom auf die Strasse gegangen, um gegen das geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP zu demonstrieren. Die Kundgebung wurde von Susanna Camusso, der Chefin des stärksten italienischen Gewerkschaftsverbands, CGIL, angeführt. «Dieses Abkommen verletzt die Rechte der Arbeitnehmer und gefährdet die Qualität der Produkte», sagte Camusso.

Mit TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) wollen die EU und die USA die grösste Freihandelszone der Welt mit rund 800 Millionen Menschen schaffen. Gewerkschaften, Linksparteien, Umweltschutz-, Verbraucherschutz- und Dritte-Welt-Organisationen hatten zu der Demonstration in Rom aufgerufen, da sie durch das Abkommen ökologische und soziale Standards in Gefahr sehen und die Einführung von Sonderrechten für Konzerne befürchten.

Bürger sollen entscheiden

«Yes, we can - Stop TTIP» war auf einem Spruchband in Rom zu lesen. Der Chef der Metallergewerkschaft FIOM, Maurizio Landini, meinte, man müsse die Öffentlichkeit darüber informieren, dass die Demokratie gefährdet sei. «Die Bürger müssen über ein anderes Entwicklungsmodell entscheiden können», so Landini.

(sda/gku)