Die ZKB äusserst sich positiv zur Vereinbarung zwischen der Schweizer und den USA. Damit seien wesentliche Voraussetzungen erfüllt, damit auch jene Banken, gegen die bereits eine Untersuchung im Gange sei, eine individuelle Lösung des US-Steuerstreits aushandeln könnten.

Solche Banken werden in der Gruppe 1 zusammengefasst. Die Zürcher Kantonalbank gehört zu diesen 14 Schweizer Banken der ersten Gruppe, die individuell mit den US-Behörden über eine Lösung verhandeln. In dieser Kategorie befinden sich unter anderem auch die Credit Suisse, die Basler Kantonalbank, Julius Bär sowie die Schweizer Tochter der britischen HSBC.

«Bis wann eine Einigung erzielt werden kann, lässt sich zum heutigen Zeitpunkt aber nicht abschätzen», liess die ZKB in einer Stellungnahme verlauten.

Auch die CS begrüsst die Vereinbarung – auch wenn sie nicht direkt davon betroffen sei, wie ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Die Vereinbarung sei ein Schritt hin zu einer Beilegung der Angelegenheit insgesamt.

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Raiffeisen: «Nicht im Fokus»

Die Raiffeisen Schweiz sei derzeit daran, das Programm genauer zu studieren, sagte Firmensprecher Franz Würth der sda. Raiffeisen gehört nicht in die oben erwähnte Gruppe 1.

«Wir sind eine inlandorientierte Bank und aus diesem Grund nicht gross im Fokus der US-Behörden», sagte Würth. «Wir haben nur einige wenige US-amerikanische Kunden, was wir auch immer kommuniziert haben.» Die Resultate der Abklärungen seien zeitlich offen. Raiffeisen will zuerst die Einschätzung der Experten abwarten.

Kantonalbanken wollen Programm erst prüfen

Die Waadtländer Kantonalbank (BCV) ihrerseits - ebenfalls eine nicht zur Gruppe 1 gehörende Bank – will die Vereinbarung nun studieren. Weitere Kommentare wollte die Bank auf Anfrage der Agentur AWP nicht abgeben.

Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) wird das nun veröffentlichte Programm ebenfalls vertieft analysieren, um die Folgen für die Bank abzuklären, sagte Sprecher Daniel von Arx.

Insbesondere die interne Datenaufbereitung - unter Berücksichtigung der im Programm formulierten Kriterien - werde eine wichtige Aufgabe darstellen. Anschliessend will die LUKB ihr weiteres Vorgehen festlegen, hiess es.

Was auf die Berner Kantonalbank (BEKB) zukommen wird, sei schwierig zu sagen, sagte Sprecher Martin Grossmann. Erst einmal gelte es zu klären, ob und in welchem Umfang die Bank am Programm teilnimmt. Zudem sei unklar, in welcher Kategorie die BEKB eingestuft werde. Dementsprechend schwierig sei es abzuschätzen, wie gross der Aufwand sein wird, die Informationen für die US-Behörden zu sammeln.

(chb/sda/vst)