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Zürcher Tierschutz fordert Pelz-Importverbot

St. Moritz, 2015: Der Zürcher Tierschutz will ein nationales Pelz-Importverbot. Keystone

Seit zwei Jahren gilt eine neue Regel: Käufer müssen wissen, woher ein Pelz stammt. Der Zürcher Tierschutz sieht aber auch heute noch massenhaft Fehldeklarationen – und fordert ein Importverbot.

Veröffentlicht am 02.03.2015

Der Zürcher Tierschutz fordert ein schweizweites Importverbot für Pelze. Er begründet dies in einer Mitteilung vom Montag damit, dass viele Modehäuser mit der seit einem Jahr geltenden Pflicht zur Pelzdeklaration überfordert seien.

Vor zwei Jahren trat eine Pelzdeklarationsverordnung in Kraft, wonach Käuferinnen und Käufer von Pelzen und Pelzprodukten informiert werden müssen, von welchem Tier diese stammen und ob die Tiere gezüchtet oder gejagt worden sind.

Lob für Charles Vögele

Auch ein Jahr nach Ablauf der Übergangsfrist seien noch immer viele Pelzartikel falsch oder gar nicht angeschrieben, schreibt der Zürcher Tierschutz. Je grösser das Pelzangebot sei, desto mehr Deklarationsfehler seien auszumachen.

Lob gibt es vom Zürcher Tierschutz für Charles Vögele und Mode Bayard (Ehrbar, Krause, Schaad, Mix, Wartmann). Vögele sei seit Kurzem «fur free», Mode Bayard wolle bis im Herbst 2015 die letzten Pelzprodukte verkauft haben. Manor habe 2014 beschlossen, auf tierquälerischen Pelz zu verzichten.

Jelmoli will Pelzangebot nicht einschränken

Jelmoli will gemäss der Mitteilung des Zürcher Tierschutzes das Pelzangebot nicht einschränken, weil es einem Marktbedürfnis entspreche. Globus verzichte immerhin auf Pelz aus Käfighaltung und PKZ streiche Echtpelz bei den Eigenmarken.

Der Zürcher Tierschutz spricht von einem eigentlichen «Deklarations-Notstand» und fordert ein für die ganze Schweiz geltendes Importverbot für Pelze und Pelzprodukte - analog zum Importverbot für Hunde-, Katzen- und Robbenfelle.

(sda/ise)

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