Wenn Sie in Zürich heute Abend den ersten Schritt vom Büro auf die Strasse gehen, atmen Sie ein und vergegenwärtigen sich: Sie atmen gerade die beste Luft Europas. Das zumindest zeigt eine neue Studie des Europäischen Umweltbüros (EEB). Die Brüsseler Nichtregierungsorganisation verglich dafür die Luftqualität in 23 grösseren europäischen Städten – und die Limmatstadt stellt dabei alle anderen untersuchten Ballungszentren in den Schatten.

Sowohl in Zürich als auch im zweitplatzierten Kopenhagen sei die Zahl der in der Stadt fahrenden Autos in den vergangenen Jahren stark gesunken, heisst es in dem Bericht. Zudem gebe es im Gegensatz zu anderen Orten Beschränkungen für stark die Umwelt verschmutzende Fahrzeuge wie Diesel-Autos, Lastwagen und Baumaschinen. Gleichzeitig haben sauberere Transportformen wie der öffentliche Verkehr und Fahrräder zugenommen.

Bestätigung für Zürcher Umweltpolitik

Die Rangliste konzentrierte sich auf Massnahmen, welche die Städte in den vergangenen fünf Jahren umgesetzt und für die kommenden fünf Jahre angekündigt hätten, wird Louise Duprez vom Europäischen Umweltbüro zitiert. Für die Zürcher Umweltpolitik ist die Studie denn auch eine Bestätigung ihrer Arbeit.

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Die Ziele sind hoch gesteckt: In der Vision «Stadtverkehr 2025» plant Zürich, die Kapazität für den sogenannten motorisierten Individualverkehr trotz steigender Bevölkerungs- und Arbeitsplatzzahlen in den kommenden Jahren konstant zu halten. «Dies soll durch den Verzicht auf einen Ausbau des Strassenverkehrsnetzes sowie eine entsprechende Parkierungspolitik und Verkehrssteuerung bewirkt werden», heisst es in dem Strategiepapier.

«Stadtverkehr 2025» sieht neue Velowege vor

Gleichzeitig soll jedoch der öffentliche Verkehr ausgebaut werden und der Fuss- und Veloverkehr verbessert werden. Auch die Qualität des öffentlichen Raums will die Stadt weiter steigern.

(moh)