Trotz Panama Papers: Der Kanton Zug will ein wichtiger Standort für Briefkastenfirmen bleiben. Dies hat der Kantonsrat am Donnerstag mit deutlicher Mehrheit beschlossen.

Der Kantonsrat lehnte eine Motion der Alternative - die Grünen (ALG) mit 52 zu 17 Stimmen deutlich ab. Der Vorstoss verlangte, dass der Kanton Zug freiwillig auf Briefkastenfirmen verzichte, bevor er - wie die Schweiz beim Bankgeheimnis - dazu gezwungen werde.

Auf jeden 15. Einwohner eine Briefkastenfirma

Der Ruf der Briefkastenfirmen sei heute so schlecht wie noch nie, begründete die ALG ihren Vorstoss. Dies dürfe einem Kanton, in welchem auf jeden 15. Einwohner eine Briefkastenfirma kommt, nicht gleichgültig sein.

Mit diesen Bedenken war die ALG allerdings praktisch alleine. Bis auf die SP lehnten alle anderen Fraktionen den Vorstoss ab.

(sda/cfr/chb)