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Zweitwohnungsinitiative: Keine Bundesgelder fürs Wallis

Ferienhäuser: Wegen der Zweitwohnungsinitiative wollten Walliser Unternehmen eine Entschädigung für Kurzarbeit. (Bild: Keystone)

Das Wallis ist von der Initiative über Zweitwohnungen stark betroffen. Trotzdem darf der Kanton dort ansässige Unternehmen nicht für Kurzarbeit entschädigen.

Veröffentlicht am 18.10.2013

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) verweigert Walliser Unternehmen den Wunsch nach Kurzarbeitsentschädigung als Kompensation für mögliche negative Auswirkungen der Lex Weber. Der Entscheid wurde den betroffenen fünf Unternehmen diese Woche mitgeteilt.

Der Kanton Wallis bedaure den Entscheid des Seco, habe ihn aber erwartet. Dies sagte Peter Kalbermatten, Chef der Dienststelle für Industrie, Handel und Gewerbe am Freitag der Nachrichtenagentur sda. Trotz der Beharrlichkeit des Walliser Staatsrats Jean-Michel Cina gegenüber Bundesrat Johann Schneider-Ammann habe dieser schliesslich eine negative Antwort gegeben.

Kurzarbeitsentschädigungen haben nach Auffassung des Seco einen temporären Charakter und können nicht über längere Zeit ausgerichtet werden. Für das Seco widersprechen die Walliser Gesuche diesen Anforderungen, da sie die Auszahlung von Entschädigungen bis zum Inkrafttreten des Bundesgesetzes über die Zweitwohnungen (Lex Weber) anstreben, was laut Seco erst in mehren Jahren der Fall sein wird.

Das Staatssekretariat leitete den abschlägigen Entscheid diese Woche den Walliser Berufsverbänden sowie den fünf Walliser Unternehmen weiter, welche um Kurzarbeitsentschädigung nachgesucht hatten. Es handelte sich um zwei Architekturbüros, zwei Bauunternehmen sowie eine Immobilienagentur. Der Kanton Wallis sei gehalten, den Entscheid des Seco zu respektieren, sagte Kalbermatten.

(sda/jev)

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