Die Zweitwohnungs-Initiative wird im Alpenraum zum Verlust Tausender Arbeitsplätze führen. Zu diesem Schluss kommt die erste Wirkungsanalyse des Staatssekretariats für Wirtschaft, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet.

Basierend auf der vom Bund erlassenen Verordnung zur Umsetzung der Initiative rechnen die Autoren laut der «NZZ am Sonntag» per 2015 mit einem Rückgang von 8600 Erwerbstätigen im Alpenraum. Damit nicht genug: Würde die Initiative im Gesetz so rigoros umgesetzt, wie es die Initianten fordern, erhöhe sich der Verlust auf bis zu 12'000 Stellen.

Zu den Betroffenen dürften laut dem Zeitungsbericht viele Grenzgänger und ausländische Kurzaufenthalter zählen, die in der Bauwirtschaft stark vertreten seien. In den Berggebieten löst diese Prognose derweil Alarm aus. «Die Folgen sind für den Alpenraum gravierend», sagt Thomas Egger, Direktor der Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete, zur «NZZ am Sonntag».

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Er sieht die Zahlen als Mahnung, bei der gesetzlichen Umsetzung der Initiative nicht restriktiver zu werden als bisher. Und er fordert, dass der Bund den betroffenen Regionen mit flankierenden Massnahmen wie Impulsprogrammen oder der Schaffung einer Tourismusbank unter die Arme greifen solle.

(muv)