Vielen Schweizern ist Bangkok eine vertraute Stadt. Doch um diese komplizierte, jahrzehntelang ungebremst gewachsene und in kulturelle Widersprüche verstrickte Metropole in den Griff zu bekommen, braucht es mehr als einen guten Stadtplan. Wer die Augen offen hält und die richtigen Adressen im Acht-Millionen-Moloch kennt, kann die Faszination der «wunderbaren Katastrophe» rasch verstehen lernen.

Regel Nummer 1: dem Skytrain vertrauen. Mit den modernen Zügen der zwei bisher in Betrieb genommenen Linien entkommt man dem chronischen Verkehrschaos und gleitet hoch über den Strassen schnell und sicher durch die Megacity – an 23 Stationen vorbei.

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Regel Nummer 2: keine Berührungsängste vor touristischen Highlights haben. Bangkok ist eine Stadt der Extreme, die man alle erleben sollte – sei es bei einer Besichtigung einer der über 300 «Wats» genannten Tempelanlagen, bei einer Bootsfahrt auf den Wasserstrassen des Khlong Om, einer Shoppingtour im Siam Center oder einem Abstecher ins Rotlichtviertel Patpong.

Eine geeignete Navigationshilfe bietet der State Tower in der sogenannten Altstadt, der zu jenen protzigen Wolkenkratzern gehört, denen die neue asiatische Architektur ihren schlechten Ruf verdankt. Unter seiner römischen Kuppel aber locken die beiden Restaurants Breeze (Seafood) und Sirocco (Crossover) mit vielen schönen Menschen und atemberaubenden Ausblicken. Auf den Etagen 51 bis 59 ist ausserdem das schlicht-elegante Hotel Lebua untergebracht.

Die menschliche Wärme der meisten Thailänder und die Liebenswürdigkeit des gelebten Buddhismus finden ihren Ausdruck in einer hoch stehenden Gastlichkeit. In seiner Gesamtkonzeption ist das 132 Jahre alte Oriental nicht zu übertreffen. Qualitätsmassstäbe der neuen Art setzen das Sukhothai und das Metropolitan – beide mit verführerischen Bars, Restaurants und Spas.

Wer sichergehen will, dass sich sofort das Bangkok-Gefühl einstellt, wählt den kürzesten Weg ins trendige Ausgehviertel Sukhumvit. Hier liegt auch die kultige Low-Budget-Absteige The Atlanta – das Doppelzimmer mit Vintage-Charme ist für rund 30 US-Dollar zu haben.

Entlang dem Sukhumvit Soi bieten die Restaurants To Die For (zeitgemässe thailändische Küche), Koi (japanisch) und Hazara (indisch) kulinarische Zuflucht vor dem versmogten Stadtgetümmel. Ebenso die Glamour-Lounges Flava und Bed Supperclub. Nach Mitternacht ist die Royal City Avenue (RCA) sehr belebt und der Tanzschuppen Flix/Slim ihr Dreh- und Angelpunkt. Auch gut by night: die fussgängerfreundliche Barmeile Thanon Sarasin am Lamphini-Park, wo jeder willkommen ist und verschiedenste Welten sich begegnen. Vielleicht – so schrieb ein englisches Reisemagazin – kehrt hier der Geist des alten Bangkok zurück und vermischt sich mit dem, was wir am neuen so lieben.

DIE ADRESSEN

• Hotels
Lebua,
www.lebua.com, DZ ab 220 US-$
Oriental, www.mandarinoriental.com/bangkok, DZ ab 390 US-$
Sukhothai, www.sukhothai.com, DZ ab 215 US-$
Metropolitan, www.metropolitan.como.bz/bangkok, DZ ab 260 US-$
The Atlanta, www.theatlantahotelbangkok.com, DZ ab 28 US-$

• Lunch
Breeze,
im State Tower, 1055 Silom Road, www.breezebkk.com,
Hazara, 29 Sukhumvit Soi 38, www.facebars.com
To Die For, 998 Sukhumvit Soi 55,

• Dinner
Sirocco,
im State Tower, 1055 Silom Road, www.thedomebkk.com
Koi, 26 Sukhumvit Soi 20, www.koirestaurant.com

• Nightlife
Flava,
10 Sukhumvit Soi 15, www.dreambkk.com
Bed Supperclub,26 Sukhumvit Soi 11, www.bedsupperclub.com