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Bankenpersonal
Bestand rückläufig mit Sondereffekt

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Es wird enger: Die Banken benötigen immer weniger Personal.Quelle: Pixabay

Die Zahl der bei Banken beschäftigten Mitarbeitenden ist um 7,7 Prozent gesunken. Der Rückgang ist mit der Verlagerung von Personal aufgrund regulatorischer Anforderungen zu Konzerngesellschaften ohne Banklizenz zu erklären.

Von Margrit Portmann
am 04.07.2018

Wie die kürzlich veröffentlichte Publikation «Die Banken in der Schweiz» der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zeigt, reduzierte sich der Personalbestand bei Banken in der Schweiz um 822 Beschäftigte auf 93 555 (–7,7 Prozent). Dieser auf den ersten Blick markante Rückgang beruht auf einem Sondereffekt: Vor dem Hintergrund regulatorischer Anforderungen (namentlich der sogenannten «Too-big-to-fail-Regulierung») mussten die Grossbanken ihre Organisationsstruktur anpassen, was auch zur Verlagerung von Personal in konzerninterne Dienstleistungsgesellschaften führte. Diese Gesellschaften verfügen über keine Banklizenz, weshalb das entsprechende Personal nicht mehr in der Statistik der SNB erscheint. Das schreibt der «Arbeitgeberverband der Banken in der Schweiz» in einer Medienmitteilung.

Bedingt vergleichbar

Aufgrund dieses Sondereffektes seien die Beschäftigungszahlen der SNB nur noch bedingt mit den Vorjahren vergleichbar. Für den Vergleich müsse deshalb auf die Schweizerische Beschäftigungsstatistik BESTA abgestellt werden, die in der Kategorie «Erbringung von Finanzdienstleistungen» einen weiteren Bankbegriff verwende. Hier zeigt sich ein leichter Rückgang von 0,8 Prozent (erstes Quartal 2018 gegenüber erstem Quartal 2017). Damit ist bei den Banken in der Schweiz trotz anspruchsvollem Umfeld, Strukturwandel und Digitalisierung weiterhin ein leichter Rückgang bei der Beschäftigung zu beobachten.

Wie die SNB festhält, verzeichneten die Auslandbanken (–327 Beschäftigte) sowie «andere Banken» (–100 Beschäftigte) Abnahmen im Personalbestand. Der Bestand bei den Grossbanken nahm als Folge des oben erwähnten Sondereffekts im Inland um 7959 (–23,1 Prozent) ab und betrug 26 566 Beschäftigte. Zunahmen bei den Beschäftigten weisen insbesondere die Börsenbanken (+370 Beschäftigte) und die Raiffeisenbanken (+212 Beschäftigte) auf. Der Anteil der weiblichen Beschäftigten in der Schweizer Bankbranche ist mit 39 Prozent (2016: 38,5 Prozent) leicht angestiegen.