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Skandia Leben
Zwangsweise Übertragung von Versicherungsbeständen

Martin Vogl
Verwaltungsratspräsident Martin Vogl baut den Marktanteil von Skandia aus.Quelle:

Der liechtensteinische Lebensversicherer Skandia übernimmt die Bestände der Valorlife und Wealth-Assurance – und richtet sich neu aus.

Von Werner Rüedi
am 13.02.2019

Wie Recherchen der «Schweizer Versicherung» ergeben, wird die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) zwangsweise die Versicherungsbestände der Wealth-Assurance AG und der Valorlife Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft auf die Skandia Leben (FL) AG mit Sitz im liechtensteinischen Triesen übertragen. Bei den beiden Portfolios handelt es sich um so genannte PPLI-Policen (Private Placement Life Insurance) von rund 3000 Versicherten mit einem kumulierten Vermögenswert von rund 3,6 Milliarden Franken.

30 neue Mitarbeitende

Die Skandia beabsichtigt, eng mit den bisherigen Kooperationspartnern wie Broker, Banken, Vermögensverwalter, Treuhänder von Valorlife und Wealth-Assurance zusammenzuarbeiten. Durch die Übertragung der Policen auf einen neuen Risikoträger ändert sich für die Versicherten materiell nichts. Die bestehenden Verträge bleiben unverändert in Kraft. Da Skandia neben den PPLI-Policen auch den Grossteil der bisherigen Mitarbeitenden von Valorlife und Wealth-Assurance übernimmt, sollen die Kunden und Vertriebspartner auch künftig von ihren gewohnten Ansprechpartnern betreut werden. Die rund 30 neuen Skandia-Mitarbeitenden werden ab sofort von Vaduz aus arbeiten, wo die Skandia noch über Raumreserven verfügt.

Erweiterung des Geschäftsmodells

Seit 2013 hat die Versicherungsgruppe, zu der auch Skandia gehört, fünf Lebensversicherungsbestände aus der Schweiz und Liechtenstein übernommen. Dank finanzstarker Aktionäre, zu denen mit der Hannover Rück auch der drittgrösste Rückversicherer der Welt gehört, hat sich die Versicherungsgruppe in den vergangenen Jahren zu einem Akteur mit Know-how und viel im Geschäft mit fonds- und anteilgebundenen Lebensversicherungen gemausert. Mittlerweile betreut die Versicherungsgruppe mit ihren 50 Mitarbeitenden über 60 000 Versicherungsnehmer und verwaltet ein Vermögen von aktuell rund 2 Milliarden Franken. Die laufende Übernahme von 3000 weiteren Versicherten und einem zusätzlichen Anlagevermögen von 3,6 Milliarden Franken dürfte die Skandia zum Anlass nehmen, sich strategisch neu auszurichten.

Im Neugeschäft wachsen

Künftig will das Unternehmen im Marktsegment der anteilgebundenen Lebensversicherungen eine aktivere Rolle spielen. Ziel sei aber organisches Wachstum, ist aus dem Umfeld von Verwaltungsratspräsident Martin Vogl zu hören. Um diese strategische Neuausrichtung zu unterstreichen, soll sich die Skandia in Kürze umbenennen und parallel dazu einen neuen Markenauftritt lancieren.

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