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Digital Economy Awards 2018
Die ersten Preisträger sind gekrönt

bussines people rushing on escalators in a business center. ideal for websites and magazines layouts
 Quelle: iStock Photo

Informatik wirkt in nahezu allen Branchen prägend. Ein Blick auf diesen Wandel liefern diese erstmals vergebenen Auszeichnungen.

Veröffentlicht am 29.11.2018

Mehr als hundert Bewerber von Grossunternehmen über NGO bis zu Technologiepionieren und Startups sind in diesem Jahr ins Rennen um einen Digital Economy Award gegangen. An der von den Branchenverbänden SwissICT und Simsa sowie dem Fachverlag Netzmedien durchgeführte Gala Night im Hallenstadion Zürich sind jetzt die Preisträger gekürt worden. Sie verteilen sich auf vier Kategorien «Digital Transformation», «Highest Digital Quality», «The Next GlobalHot Thing» sowie «Digital Innovation». Zum Zuge gekommen sind neben bekannten Namen wie dem Hörgerätehersteller Sonova, dem OnlineBuch, CDund DVDHändler Ex Libris, Amnesty International Schweiz und den SBB die BlockchainExperten von Modum.io und das ETHSpinoff Auterion, dem das «Linux für Drohnen» zu verdanken ist.

Eine zehnköpfige Jury präsentierte mit ihrer Auswahl ein Spiegelbild der digitalen Exzellenz der Schweizer Wirtschaft. Denn auf den Prüfstand kamen zentrale digitale Trends, die vonBlockchainüber KI (künstliche Intelligenz) bis hin zu Open Data reichen. Prämiert wurden die digital reifsten Unternehmen und innovativsten Projekte, die in Sachen Digitalisierung nicht nur ihre Kompetenz unter Beweis gestellt haben, sondern auch neue Wege gegangen sind und mit ihrer Kreativität überzeugen konnten.

Digital Transformation Awards

In dieser Kategorie wurde je ein Award an ein Grossunternehmen, ein KMU und im Bereich Government an eine NGO vergeben. Überzeugt haben Sonova, Ex Libris und Amnesty International Schweiz mit ihren Transformationsprojekten. Der Stäfner Hörgerätehersteller Sonova hat als Grossunternehmen gezeigt, wie im Rahmen einer strategisch gesteuerten Initiative das konsequent kundenzentrierte Vorgehen erlaubt, ein neues Geschäftsmodell zu etablieren. Laut Jury gelang das über durchgängig digitalisierte End-to-end-Prozesse in einem konservativen Markt mit indirektem Vertrieb.

Als KMU wurde der gelungene digitale Umbau der Migros Tochter Ex Libris preisgekrönt. Das Handelshaus für Bücher, Musik, Filme, Spiele oder Software habe einen fundamentalen Transformationsprozess gestaltet, der den Wandel vom Filialisten mit Online Shop zu einem Online Händler mit einigen stationären Touchpoints wie Filialen und Pickup Stellen möglich gemacht hat. Die zentrale Rolle auf dem Weg zum Omnichannel-Pionier spielten laut den Preisverleihern digitale Innovationen und eine ansprechende Customer Experience.

Als Nichtregierungsorganisation sicherte sich Amnesty International Schweiz im Bereich Government eine Auszeichnung. Überzeugt hat hier die umfassende Transformation der Fundraising Organisation der Schweizer NGO Niederlassung. So ist eine sehr gute Grundlage dafür geschaffen worden, den Dialog mit den Spenderinnen und Spendern stärker auf das veränderte Mediennutzungsverhalten auszurichten, begründete die Jury den Entscheid. Ermögliche das doch auch, neue Personengruppen anzusprechen und zusätzliche Erlösquellen zu erschliessen, wie es weiter heisst.

Highest Digital Quality Award

Mit seiner Nova genannten Plattform haben in dieser AwardKategorie die SBB überzeugt. Die Jury anerkennt mit diesem Preis, dass das Projekt erfolgreich die Integration der unterschiedlichen Ökosysteme und Akteure im öffentlichen Verkehr (ÖV) in einer komplexen und heterogenen Landschaft gemeistert hat. Gelobt wird der Vorbildcharakter, da es gelungen sei, über die Landesgrenzen hinaus exemplarisch zu zeigen, wie sich hoher Kundennutzen mit einem einfachen Kundenerlebnis verbinden lässt. Mit Nova als Schlüsselinstrument ist esmöglich geworden, alle in der Schweiz amÖV Beteiligten zusammenführen, was sich direkt im ÖVAlltag jedes Einzelnen bemerkbar macht. Die Vielzahl der ÖVAnbieter in ein gemeinsames Vorhaben schweizweit zu integrieren, erfordere extremen Abstimmungsbedarf und Konsensfähigkeit, lobt denn auch die Jury. Dies alles ist nurmöglich, wenn die Plattform höchsten Qualitätsansprüchen genügt.

Digital Innovation of The Year Award

Dass sich im kompletten Warenfluss einzelner Produkte kontinuierlich beispielsweise Temperaturen kontrollieren lassen, hat die Blockchain Lösung von Modum.io gezeigt (siehe «Handelszeitung » vom 1. Februar 2018). Ausgezeichnet wurde das 2016 gegründet Startup,weil es ihm gelungen ist, Innovation in einer Hardund Softwarelösung zu vereinen und den Informations und Wertefluss im Transport kritischer Güter zusammenzubringen, teilt die Jury mit. Heute steht bei Modum.io der Transport von Medizinal-produkten auf der letzten Meile respektive zu Apotheken, Spitälern oder Ärzten im Vordergrund. Beim Ausliefern erfolgt mit der Quittierung der Zustellung durch den Pöstler automatisch eine Informationsübertragung zu definierten Empfängern entlang der ganzen Transportkette.

Getrackt wird über die ganze Supply Chain hinweg, wobei unter anderem Temperaturschwankungen und Erschütterungen aufgezeichnet werden. Künftig sollen weitere Informationen integriert werden, sodass dann etwa Meteodaten helfen werden, Transporte beziehungsweise die Lieferung verderblicher Güter so zu planen, dass diese bei optimalen Wetterbedingungen stattfinden können. Die Preisverleiher zeigten sich nicht zuletzt von den Aussichten auf das Entwicklungspotenzial dieser integrierten Lösung beeindruckt.

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