Diversität ist eine urschweizerische Eigenschaft: Vier Landessprachen, eine Wohnbevölkerung mit Menschen aus 197 Nationen und entsprechend vielen sprachlichen und kulturellen Hintergründen machen die Vielfalt der Schweiz aus. Und damit ihren Erfolg. Diversität ist auch bei der Schweizerischen Post ein wichtiges Thema. «Durch die schiere Grösse repräsentiert das Unternehmen die ganze Bevölkerung. Unsere 47 000 Mitarbeitenden in der Schweiz sind mit 85 Muttersprachen und 145 Nationen ein Abbild dieser Vielfalt. Der Frauenanteil über den ganzen Konzern liegt bei 43 Prozent», sagt Valérie Schelker, Leiterin Personal bei der Schweizerischen Post. In der Vielfalt liegt auch für Johannes Cramer, Leiter Logistik-Services, der Schlüssel zum Erfolg: «Ich bin überzeugt, dass gemischte Teams dank vielfältigen Erfahrungen bessere und innovativere Lösungen finden.» Doch weshalb machen Vielfalt und Inklusion Teams besser? Sechs Argumente, aufgezeigt anhand von Beispielen bei der Schweizerischen Post:

1. Wertschätzung als Basis
Ein wertschätzendes, diskriminierungsfreies Umfeld fördert die Chancengleichheit, den Teamgeist und führt schliesslich zu mehr Erfolg. Nur wer das Verständnis und die Offenheit für die unterschiedlichen Dimensionen der Mitarbeitenden in Bezug auf Generationen, Gender – das soziale, psychologische und biologische Geschlecht –, Sprache, Herkunft, Weltanschauung oder Beeinträchtigung hat, kann das Potenzial der Vielfalt der Mitarbeitenden nutzen. 

2. Vielfalt der Generationen
Das biologische Alter prägt Menschen mit einer generationentypischen Denkweise. Die altersmässige Durchmischung von Teams bereichert darum deren Arbeit, da auch hier vielfältige Erfahrungen zum gemeinsamen Erfolg führen.

3. Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Die Post bietet mit familienfreundlichen Arbeitsbedingungen und Teilzeitmodellen Eltern die Möglichkeit, sich engagiert im Beruf weiterzuentwickeln. Auch in Führungspositionen ist Teilzeit oder gar Jobsharing möglich. Was die Post bis zur Stufe Konzernleitung vorlebt: Die Leitung des Stabs CEO teilen sich eine Frau und ein Mann. 

Johannes Cramer

«Gemischte Teams finden bessere und innovativere Lösungen», ist Johannes Cramer, Leiter Logistik-Services bei der Post, überzeugt.

Quelle: ZVG

4. Frauen fördern
Es gibt auch bei der Post die «typischen Männer- respektive Frauenberufe». So sind etwa in der Logistik rund 60 Prozent der 20 000 Mitarbeitenden männlich. In den Postfilialen beträgt dagegen der Frauenanteil fast 80 Prozent. Im Post-Management sind aktuell 23 Prozent der Funktionen mit Frauen besetzt. Dieser Anteil soll erhöht werden. Die Post schreibt darum Stellen so aus, dass sich alle Menschen, unabhängig von Sprache, Herkunft oder Gender, angesprochen fühlen. 

5. Vielfalt beginnt bei der Rekrutierung
Die Post steht angesichts einer Pensionierungswelle, natürlichen Fluktuation und des zunehmenden Fachkräftemangels vor einer grossen Herausforderung. Deshalb werden alle Stellen so ausgeschrieben, dass sich auch Frauen und nicht deutschsprechende Personen angesprochen fühlen. Zudem wird explizit darauf hingewiesen, welche Bewerbungen zu einer optimalen Teamzusammenstellung in Bezug auf Vielfalt beitragen. Fehlen in einem Bereich Bewerbungen von Frauen, werden Kandidatinnen auch aktiv angesprochen. 

6. Sensibilisierung der Mitarbeitenden
Damit die Diversität mit all ihren Vorteilen für den Geschäftserfolg sichtbar wird, werden die Mitarbeitenden sensibilisiert. Insbesondere Führungspersonen sind der Schlüssel zum Erfolg, da sie direkt beeinflussen können, wie divers ihre Teams und Bereiche sind. Dazu lernen sie bei der Schweizerischen Post etwa, unbewusste Vorurteile zu erkennen und damit umzugehen. So kann die Vielfalt in allen Dimensionen genutzt werden.

Diversität ist Chef:innensache

Das Thema Diversität ist bei der Post als drittgrösste Arbeitgeberin der Schweiz fest in der HR-Strategie verankert. Die Konzernleitungsmitglieder Valérie Schelker (Leiterin Personal), Nicole Burth (Leiterin Kommunikations-Services) und Johannes Cramer (Leiter Logistik-Services) treiben Diversität und Inklusion aktiv voran. So soll bis 2024 der Anteil Frauen auf allen Kaderstufen mindestens 30 Prozent, der Anteil an nicht deutschsprachigen Mitarbeitenden mindestens 20 Prozent betragen. 
Mehr dazu unter www.post.ch/vielfalt-und-inklusion