Welchen Stellenwert haben Themen wie Nachhaltigkeit und EqualVoice bei Oerlikon?
Georg Stausberg: Nachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil unserer Strategie. Ende März haben wir den Nachhaltigkeitsbericht 2021 veröffentlicht. Er enthält viele Beispiele dafür, wie wir nicht nur Kund/innen helfen, ihre Klimabilanz zu verbessern, sondern auch unsere eigene betriebliche Zukunftsfähigkeit – Vielfalt und Gleichberechtigung der Geschlechter sind dabei wichtige Aspekte.

Wo steht Oerlikon in Bezug auf Gleichstellung?
Anna Ryzhova: Im Jahr 2021 sind 12 Prozent unserer Leitungsfunktionen und 23 Prozent der Plätze in High-Potential-Programmen wie «Horizons» mit Frauen besetzt. «Horizons» ist ein globales, segmentübergreifendes Konzept zur Entwicklung künftiger Führungskräfte, das Offline-Lernimpulse, Mentoring und Karriereplanung kombiniert. Es ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, 18 Monate lang bei spannenden Geschäftsprojekten mitzuarbeiten und sich dabei mit Mitarbeitenden sowie dem Top-Management zu vernetzen. 

Gibt es explizite Initiativen, die auf Gleich-stellung und Diversität fokussieren?
Ryzhova: Wir haben im Dezember unsere erste Diversity-Konferenz organisiert. Es war inspirierend zu sehen, wie sich mehr als 1000 Mitarbeitende bei Workshops und Panels aktiv mit eingebracht haben. Unsere Philosophie, dass wir individuelle Perspektiven – unabhängig von Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Kultur – respektieren, war drei Tage lang unglaublich fass- und spürbar. 2021 haben wir zudem den «Women’s Business Council» gegründet und das erste erfolgreiche «topwomentech»-Jobinar veranstaltet, bei dem wir 58 Bewerberinnen gewinnen konnten.

Bis 2030 wollen wir 20 Prozent aller Führungspositionen und 30 Prozent der High-Potential-Programm-Plätze mit Frauen besetzen.

Georg Stausberg, Chief Sustainability Officer and CEO Polymer Processing Division, Oerlikon

Was ist das konkrete Ziel solcher Projekte?
Stausberg: Unser Ziel ist langfristig ein weiblicheres Kader. Bis 2030 wollen wir 20 Prozent aller Führungspositionen und 30 Prozent der High-Potential-Programm-Plätze mit Frauen besetzen. Weil das Ingenieurwesen eine Männerdomäne ist, ist es nach wie vor eine Herausforderung, weibliche Talente zu finden. Aber wir setzen alles daran, für Frauen in MINT-Berufen (Mathematik, Ingenieurwesen, Naturwissenschaften, Technik) ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. 

Was planen Sie in den nächsten zwölf Monaten, um die Gleichstellung weiter zu fördern?
Ryzhova: Um einen weiblicheren Talentpool aufzubauen, gestalten wir den ganzen Rekrutierungs- und Kompensationsprozess integrativer. In den letzten sechs Monaten haben wir einen Fünftel der Kandidatinnen in Führungsrollen eingestellt. Wir haben ein neues Talentprogramm, Rise, gestartet, um junge regionale Talente zu fördern – und 23 % der ersten Teilnehmer sind Frauen. Ausserdem haben wir Diversity-Awareness-Trainings lanciert, um unseren Mitarbeitenden latente Vorurteile bewusster zu machen. Zudem haben wir uns verpflichtet, auf eine geschlechtsneutrale Sprache, sowohl bei interner als auch bei externer Kommunikation, hinzuarbeiten.

Woran kann Oerlikon langfristig arbeiten, um die Diversität zu verbessern und Frauen eine gleichberechtigtere Stimme zu geben?
Stausberg: Es ist nach wie vor eine Herausforderung, Frauen für Ingenieur- und technische Positionen zu rekrutieren. Um für sie als Arbeitgeber attraktiver zu werden, gilt es für uns, Lohngleichheit zu gewährleisten, familienfreundlichere Bedingungen zu schaffen – durch Teilzeit-Stellen oder Jobsharing beispielsweise auch auf Führungsebene. Zudem ist es wichtig, Mitarbeitende zu haben, die unsere EqualVoice-Bemühungen authentisch nach aussen tragen.

Gemeinsam für Gleichheit.

Möchten Sie dazu beitragen, dass sich Oerlikon einen weiteren grossen Schritt in Richtung Geschlechtergleichheit bewegt? Bewerben Sie sich auf eine Stelle auf unserem Online-Jobportal – oder wenden Sie sich direkt an unsere Global Head of Talent Acquisition, Carol Ann Miles unter carolann.miles@oerlikon.com