Es nahmen teil: Dirk Hoke, CEO Airbus Defence und Space, Eva Jaisli, CEO und Mitinhaberin PB Swiss Tools, Franz Julen, VR-Präsident Valora, Aude Pugin, CEO APCO Technologies. Trotz der offensichtlichen Herausforderungen, vor denen der europäische Markt steht, wehrten sich die vier Unternehmer gegen einfaches EU-Bashing. Dennoch war ihre Sorge um die Wettbewerbsfähigkeit eines immer stärker fragmentierten Europas spürbar.

So kritisierte Dirk Hoke, dass die EU-Staaten beim Thema Sicherheit und Verteidigung nicht stärker zusammenarbeiten. Da hinke Europa den USA und China hinterher: «Wir könnten in der Welt eine andere Rolle spielen, wenn wir mit einer Stimme sprechen würden.» Er plädierte deshalb für mehr gemeinsame Lösungen. «Wir leben schliesslich in Bündnissen».

Eva Jaisli betonte die Macht des EU-Binnenmarkts: «Er ist ein Erfolgsmodell. Und er hat weltweit eine unglaubliche Bedeutung, das darf man nicht vergessen.» Deshalb fordert sie die Schweizer Politik auf, mehr über Europa zu reden und mit den Bürgern in einen Dialog zu treten, anstatt weiter darüber zu schweigen wie bei den Wahlen. «Die Politik muss hier ihre Verantwortung wahrnehmen.»

Auch Franz Julen nahm die Schweizer Regierung in die Pflicht: «Es muss doch eine Lösung möglich sein.» Deshalb brauche es von der Regierung in der Europafrage ein gesundes Mass an Druck. Sie müsse aber gleichzeitig mit Gefühl vorgehen. «Ein guter Schweizer Kompromiss.»

Für Aude Pugin hat Europa eine «gewaltige Kapazität für Innovation und Kooperation». Deshalb müsse sich die Schweiz endlich die grosse Frage stellen, welche Beziehung das Land mit Europa haben will – anstatt sich wie beim Rahmenabkommen in technischen Details zu verlieren. «Was ist eigentlich unsere Vision?» fragte sie. Eine grosse Frage.

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