Die Arbeitswelt verändert sich laufend und parallel dazu verändert sich die Weiterbildung. Insbesondere die Fachhochschulen sind nicht mehr aus unserer Bildungs- und Weiterbildungslandschaft wegzudenken. Zwar ist das Angebot an Weiterbildungen schon fast unübersichtlich gross und wer sich für eine entscheidenmöchte, hat die Qual der Wahl. Soll es ein DAS, ein CAS oder doch gleich ein Weiterbildungs-Master sein? Wer Zeit und Geld in eine Weiterbildung investiert, will sicher sein, dass es sich auch lohnt.

Der Wert der einzelnen Abschlüsse hänge von den einzelnenHochschulen ab, die ihre Angebote mit Blick auf Arbeitsmarkt und Nachfrage autonom platzierten, erklärt die neue Staatssekretärin für Bildung, Forschung und Innovation im Interview über internationale Mobilität und die Rolle der Fachhochschulen. Wenn Angebote nicht gut seien, würden sie auch schnell wieder vom Markt verschwinden.

Welche Weiterbildung es wirklich bringt, muss letztlich aber jede und jeder für sich selber entscheiden. Dabei dürften die Stichworte Employability, eigene Interessen, die Höhe der zu investierenden Zeit und Kosten eine Rolle spielen – wobei man auch die eigenen Interessen nicht ganz ausser Acht lassen soll. Klar ist aber, dass eine Weiterbildung mit der Grösse der Lohntüte zusammenhängt. Dies hat auch die FH-Lohnstudie 2019 gezeigt. FH Schweiz ist der Dachverband von Absolventinnen und Absolventen aller Fachbereiche von Fachhochschulen und führt alle zwei Jahre eine Studie durch, die die Löhne und die Arbeitssituation von FH-Absolventen beleuchtet. Dieses Jahr stellte sie den Absolventen zum ersten Mal auch Fragen nach der Weiterbildung, zumBeispiel wie sie sich auf den Lohn auswirkt.

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Die Antworten – auf den nächsten Seiten im Einzelnen nachzulesen – sind eindeutig: Bei allen Befragten stieg der Lohn nach der Weiterbildung an. Während der Medianlohn aller Teilnehmenden der Lohnstudie bei 101 000 Franken liegt, tragen diejenigen mit einer Weiterbildung am Ende des Jahres 123 000 Franken nach Hause. Das Lohnniveau blieb stabil.

Einzelne Branchen wie etwa die Pharma- und Chemiebranche, die öffentliche Verwaltung und das Finanz- und Versicherungswesen legten deutlich zu. Die Studie förderte auch andere Erkenntnisse zutage, etwa dass die meisten Teilnehmer stolz sind, für ihr Unternehmen zu arbeiten. Zudem ist der grösste Teil zufrieden mit den Beförderungs- und Aufstiegsaussichten an der jetzigen Arbeitsstelle und hält diese für sicher. Doch Weiterbildung kann sicher nicht schaden.