«Rosinenpickerei» – «Druckpolitik» – «Das geht nicht!». Drei Monate ist es inzwischen her, seit der Bundesrat das Rahmenabkommen mit der EU versenkt hat. Doch von Entspannung in der Beziehung zu Europa ist wenig zu spüren. Zumindest nicht an diesem spätsommerlichen Mittwochabend in Basel, wo an einem Podium im Rathaus namhafte Vertreter aus Politik und Wirtschaft aufeinander trafen. Und Bundesrat Ignazoio Cassis auf EU-Botschafter Petros Mavromichalis. Dass mit Novartis-Präsident Jörg Reinhardt und Economiesuisse-Präsident Christoph Mäder auch noch zwei prominente Wirtschaftsvertreter teilnahmen, ging dabei fast ein wenig unter.

Zwar pflege man eine freundschaftliche Beziehung zur Schweiz, sagte Mavromichalis in seiner Ansprache. Doch er machte klar, dass man sich damit wenig kaufen könne. «Freundschaft ist nicht zu verwechseln mit der Teilnahme am Binnenmarkt einer anderen Partei.» Die Bilateralen Verträge mit der Schweiz habe die EU immer als Übergangslösung verstanden, so der EU-Botschafter. Nun müsse eine definitive Lösung her. «Die Fortsetzung des bilateralen Status quo ist keine Option.»