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Athleten: Olympisches Dorf ist «unbewohnbar»

Mehr als die Hälfte der Gebäude im Olympischen Dorf in Rio haben noch keinen Sicherheitstest bestanden. Mehrere Nationen zeigen sich schockiert über den Zustand der Wohnungen.

Veröffentlicht am 26.07.2016

Kaputte Toilettenspülungen, tropfende Rohre, offene Kabel: Das Olympische Dorf ist keine zwei Wochen vor dem Start der Sommerspiele in Rio offenbar in einem desaströsen Zustand. Das monieren diverse Teams nach Begehung der Räumlichkeiten. Das australische Team bezeichnete die Häuser als «unbwohnbar» und weigerte sich am Sonntag zunächst, in die Wohnungen zu zügeln. Kitty Chiller, Chefin der Delegation, befürchtete Sicherheitsrisiken für Athleten und Trainer.

Damit stehen die Aussies nicht allein. Vertreter aus Italien, Spanien, Belgien, Grossbritannien und anderen Verbänden reklamierten offenbar ebenfalls. Umfang und Ausmass der Probleme hätten alle überrascht, sagte gemäss Berichten der Chef der niederländischen Delegation, Maurits Hendriks. Das sei eine grosse Enttäuschung, mit der alle Nationen umgehen müssten.

Spanier organisieren eigene Spengler und Elektriker

Wir arbeiten daran, Spengler und Elektriker zu organisieren, zitierte die Sportzeitung «Marca» Cayetano Cornet, den Chef der spanischen Delegation. Weitere Nationen haben offenbar ebenfalls bereits selbständig Handwerker organisiert. Das Organisationskomitee räumte die Mängel bereits ein.

Mittlerweile sind rund 10 Prozent aller Athleten in Rio de Janeiro angekommen, wo die Olympischen Spiele am 5. August starten. Gemäss dem Organisationskomittee müssen 19 der 31 Gebäude noch die Sicherheitstests überstehen.

Zustand der Wohnungen bestätigt Kritiker

Der unfertige Zustand des Olympischen Dorfs bestätigt damit grosse Vorbehalte von Kritikern im Vorfeld der Spiele, Brasilien sei mit der Ausrichtung der Sommerspiele überfordert. Immerhin: Offenbar zeigen die Organisatoren grosse Bemühungen, die Reparaturen in Angriff zu nehmen.

Der Ton der Australierin Chiller klang am Dienstag gemäss australischen Medien bereits entspannter: Man sei sehr glücklich über die Fortschritte und und es scheine, als könne man am Mittwoch doch die Wohnungen beziehen.

(moh)

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