Zwei Fliegen auf einen Streich. Das ist das Ziel des Projektes Casa Futebol (Fussball-Haus) der Architekten Axel de Stampa und Sylvain Macaux. Sie wollen erreichen, dass die Stadien der Fussball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien auch weiter vernünftig genutzt werden. Dazu wollen der Chilene und der Franzose sie erst einmal umbauen.

De Stampa und Macaux möchten den Brasilianern den Nationalsport nicht nehmen. In den WM-Arenen soll weiterhin Fussball gespielt werden. Doch da es künftig nicht mehr ganz so viel Plätze für Zuschauer braucht, wie während den WM-Spielen, wollen die beiden Sitze aus den Stadien entfernen. An die Stelle der heraus gerissenen Sessel sollen alsbald Wohnungen treten.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

In die Stadien eingepflanzt

Die jungen Architekten setzen dabei auf vorfabrizierte, kleine Wohneinheiten mit 105 Quadtratmetern Nutzfläche. Sie werden quasi in die Stadien eingepflanzt. «Das hilft gegen die Wohnungsnot», so de Stampa und Macaux. Was die Architekten der Stadien selbst zur Idee denken, ist nicht bekannt.

Klar ist aber, dass acht der zwölf WM-Stadien auch künftig für Fussball gebraucht werden. Denn in ihren Städten gibt es starke Mannschaften. Nur die Arena das Dunas in Natal, die Arena Amazonia in Manaus, das Estadio Nacional in Brasilia und die Arena Pantanal in Cuiaba werden wohl kaum mehr benutzt. Für sie könnte die Idee durchaus interessant sein.