Die Stadt Thun verfolgt die Turbulenzen beim FC Thun mit Sorge. Eine stärkere finanzielle Unterstützung ist aber vorerst kein Thema. Das wurde  an einer Medienkonferenz deutlich.

Dabei ging es vordergründig um die Sicherheit bei Spielen in der Stockhorn Arena. Für mehr Gesprächsstoff sorgte aber ein anderes Thema, denn der Super-League-Klub kämpft um sein wirtschaftliches Überleben. Die Zeit drängt: Bis Anfang März muss der Klub das Lizenzgesuch für die Saison 2015/16 einreichen.

Problem mit Miete

Ein massgeblicher Faktor ist laut Vereinspräsident Markus Lüthi die Höhe der Stadionmiete. Zurzeit zahlt der Klub 110'000 Franken pro Monat. Das sei viel zu viel, sagt Lüthi - die Hälfte täte es auch.

Die Stadioninvestoren sind bislang nicht bereit, über einen tieferen Mietzins zu diskutieren. Sie liessen zuletzt durchblicken, das komme erst in Frage, wenn Lüthi seinen Hut als Klubpräsident nehme. Doch davon will Lüthi einstweilen nichts wissen, wie er heute auf Anfrage bekräftigte.

Garantie in Erwägung gezogen

An den laufenden Diskussionen ist auch die Stadt beteiligt, wie Gemeinderat Peter Siegenthaler in Erinnerung rief. Hauptakteure seien zwar die Investoren und der Klub. Die Stadt habe aber immer betont, sich einer «längerfristigen Lösung» nicht verschliessen zu wollen.

Nähere Angaben dazu machte er nicht. Denkbar wäre etwa eine Garantie der öffentlichen Hand für einige hunderttausend Franken, die dem Klub für die Lizenzierung fehlen könnten.

Keine Entgegenkommen bei Sicherheitskosten

Nicht in Frage kommt für Siegenthaler im Moment ein Entgegenkommen der Stadt bei den Sicherheitskosten. Der FC Thun beteiligt sich zurzeit mit etwa 100'000 Franken jährlich an den Sicherheitskosten der Stadt.

Vordringliches Ziel sei es, die Sicherheitskosten insgesamt zu senken, betonte Siegenthaler. Diese belaufen sich auf etwa 600'000 Franken. «Wenn die Gesamtkosten sinken, bin ich auch bereit, über den Anteil des FC Thun zu reden.»

(sda/tno/ama)